Ärzte Zeitung, 14.12.2011

"Krankheit, Gene und Umwelt" im Fokus der Internisten

"Krankheit, Gene und Umwelt" im Fokus der Internisten

Das Leitthema des Internistenkongresses 2012 lautet "Krankheit, Gene und Umwelt".

WIESBADEN (eb). Etwa acht Millionen der heute in Deutschland lebenden Menschen werden voraussichtlich über 100 Jahre alt. Jeder fünfte Bundesbürger ist stark übergewichtig. Und jeder vierte Todesfall hierzulande ist durch Krebs verursacht.

"Diesen beeindruckenden Fakten liegt ein faszinierendes Zusammenspiel von angeborenen, erworbenen und umweltbedingten Eigenschaften zugrunde, dem wir uns auf dem 118. Internistenkongress nähern möchten", sagt Professor Joachim Mössner, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin und Kongresspräsident aus Leipzig.

Die Jahrestagung der DGIM im April 2012 hat Mössner deshalb unter das Leitthema "Krankheit, Gene und Umwelt" gestellt.

Die Komplexität der Krankheitsentstehung beleuchten

Gene beeinflussen in hohem Maße, wie sich Erkrankungen ausprägen. Aber auch die Umwelt entscheidet darüber, wann eine Krankheit ausbricht und wie sie verläuft.

"Trotz aller neuen Erkenntnisse haben wir aber noch längst nicht abschließend ergründet und verstanden, wie und in welchem Umfang genetische und epigenetische Faktoren in der Ausprägung von Erkrankungen zusammenwirken", wird Mössner in einer Mitteilung der DGIM zitiert.

Das Leitthema solle deshalb die Komplexität der Krankheitsentstehung unter Berücksichtigung neuester Forschungsergebnisse beleuchten. Ziel sei es, allen Kongressteilnehmern dieses komplexe Gebiet nahezubringen und sie für ihre tägliche Praxis davon profitieren zu lassen.

Zum Wohle des Patienten entscheiden

Der Internistenkongress wahrt damit einen grundlegend internistischen ganzheitlichen Ansatz: "Die große Aufgabe des Internisten bleibt es, eine Gewichtung der Erkrankungen vorzunehmen, ihre Interaktionen und die Wechselwirkungen der Therapie zu kennen und dann zum Wohle des Patienten zu entscheiden", so Mössner.

Der Kongress biete die perfekte Möglichkeit, sich über das eigene Schwerpunktfach hinaus weiterzubilden. Neben der thematischen Breite aus der gesamten Inneren Medizin kann man sich auf den aktuellen Therapiestandard bringen, sich aber auch über neue Erkenntnisse informieren.

www.dgim2012.de

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

ALS ist mit Demenz eng verwandt

Stephen Hawking ist wohl der berühmteste Patient, der an Amyotropher Lateralsklerose leidet.Forscher haben nun herausgefunden, dass ALS und temporale Demenz eng verwandte Krankheitsbilder sind. Das könnte Einfluss auf das Diagnoseverfahren haben. mehr »

Innovationsfonds startet in die Versorgungsrealität

Der Innovationsfonds ist offiziell in die Umsetzungsphase gestartet. Die 300 Millionen Euro für das Jahr 2016 teilen sich 91 Versorgungs- und Forschungsprojekte. mehr »

Sind Computer bald die besseren Psychotherapeuten?

Immer mehr Online-Psychotherapien drängen auf den Markt. Die meisten sind weder besonders einfühlsam noch allzu intelligent. Dennoch sind die Erfolge erstaunlich. mehr »