Diabetes

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Ärzte Zeitung online, 29.12.2011

Projekt für Schwangere mit zu viel Kilos

Ein Projekt an der Uni Magdeburg rückt das Problem von Übergewicht in der Schwangerschaft in den Fokus. Es werden noch Teilnehmerinnen gesucht.

Magdeburg (eb). In Deutschland ist jede dritte bis vierte Frau im gebärfähigen Alter übergewichtig. Die zusätzliche Gewichtszunahme während einer Schwangerschaft kann bei vielen Schwangeren und den Ungeborenen zu gesundheitlichen Problemen führen.

Folgen können für das Kind zum Beispiel ein zu hohes Geburtsgewicht (Makrosomie) sein, das unter anderem durch einen Schwangerschaftsdiabetes der Mutter hervorgerufen werden kann.

Auch Schwangerschafts-Komplikationen wie ein schwangerschaftsassoziierter Hypertonus oder Präeklampsie/Eklampsie sind möglich.

Projekt hat Forschungsförderung erhalten

Übergewicht und übermäßige Gewichtszunahme in der Schwangerschaft sind daher im Interesse der Gesundheit von Mutter und Kind zu vermeiden.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM) hat deshalb ihre Forschungsförderung 2011 an das Projekt "Gewichtskontrolle übergewichtiger Schwangerer: Effekte von Telemonitoring der Bewegung und einer Ernährungsumstellung" vergeben.

Das Projekt wurden von den drei Forscherinnen Professor Sabine Westphal, Dr. troph. Alexandra Blaik und Dr. Anke Brössner der Universität Magdeburg eingereicht.

Auf der DGEM-Fortbildungstagung im schwäbischen Irsee wurde die mit 25.000 Euro dotierte Forschungsförderung verliehen. Für den Pilotversuch werden noch Teilnehmerinnen aus der Region Magdeburg gesucht.

Die Wissenschaftlerinnen werden in einem randomisierten, kontrollierten Pilotversuch untersuchen, ob eine innovative Form der Lebensstilintervention die Gesundheitssituation der Schwangeren wirksam verbessern kann.

Täglicher Kalorienverbrauch wird dokumentiert

Bei dem Projekt wird mittels eines Sensors, den die Schwangeren tragen, Bewegung, Grundumsatz und täglicher Kalorienverbrauch dokumentiert, an einen Computer gesendet und dort ausgewertet.

Mit Hilfe des Active Body Control Programms (ABC) erhält die Betreuerin der Schwangeren regelmäßig per Telemedizin die Daten und antwortet in einem wöchentlichen Brief, um die Motivation der Teilnehmerinnen, ihre Ernährung umzustellen und sich mehr zu bewegen, zu fördern.

Zusätzlich wird ein duales Ernährungsprogramm, die "Magdeburger duale Diät", durchgeführt. Bisher wurden in anderen Studien bereits gute Erfolge zur Gewichtsabnahme erzielt.

Kontakt: Dr. troph. Alexandra Blaik, Uni Magdeburg, Medizinische Fakultät, Institut für Klinische Chemie und Pathobiochemie, Haus 39, Leipziger Str. 44, 39120 Magdeburg; Tel.: 0391/ 67139-80; E-Mail alexandra.blaik@med.ovgu.de

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