Ärzte Zeitung online, 10.06.2012

Zahl der Fettleibigen in Deutschland steigt rapide

MÜNCHEN (dpa). Die Zahl der extrem dicken Deutschen steigt einer neuen Untersuchung für das Bundesgesundheitsministerium zufolge immer weiter an. Zwar sei ungefähr die Hälfte der Bevölkerung regelmäßig körperlich aktiv, andererseits nehme die Zahl der Ultra-Dicken in Deutschland rapide zu.

Das berichtete das Nachrichtenmagazin "Focus" am Sonntag vorab unter Berufung auf die Studie.

Der Anteil der Übergewichtigen ist den Angaben zufolge seit der Vorgängerstudie von 1998 mit 68 Prozent bei den Männern und 53 Prozent bei den Frauen ungefähr gleich geblieben.

Ein knappes Viertel gehe jedoch mit einem Body-Mass-Index von mehr als 30 durchs Leben und gelte daher als adipös. 1998 lag dieser Wert bei den Männern um knapp 20 Prozent und bei den Frauen um knapp drei Prozent niedriger, schreibt das Magazin.

Entsprechend stark - nämlich um 31,5 Prozent bei den Männern und 23 Prozent bei den Frauen - habe der Anteil der Diabetiker zugenommen. Er betrage nun 7,1 beziehungsweise 7,5 Prozent.

Eine mögliche Erklärung für den gleichzeitigen Anstieg der Aktivität und der Zahl der Ultra-Dicken ist dem Nachrichtenmagazin zufolge zu großes Vertrauen in die Wirkung von mäßiger körperlicher Ertüchtigung.

Die Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO), sich pro Woche mindestens 2,5 Stunden körperlich zu betätigen, erreichen nur 25 Prozent der männlichen und 15 Prozent der weiblichen Probanden. In die Untersuchung wurden mehr als 8000 Deutsche einbezogen.

Topics
Schlagworte
Adipositas (1806)
Panorama (30167)
Organisationen
WHO (2895)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Sind Computer bald die besseren Psychotherapeuten?

Immer mehr Online-Psychotherapien drängen auf den Markt. Die meisten sind weder besonders einfühlsam noch allzu intelligent. Dennoch sind die Erfolge erstaunlich. mehr »

Kollege Computer, übernehmen Sie!

Eine computer-basierte Verhaltenstherapie kann Insomnie-Patienten den Schlaf zurückgeben. Der Erfolg ist ähnlich gut wie durch menschliche Therapeuten, bescheinigt ein kalifornischer Professor. mehr »

Kein frisches Geld in Sicht

Die umfassende Studien-reform soll zunächst ohne zusätzliches Geld auskommen. Darauf haben sich Bund und Länder geeinigt, wie aus dem vertraulichen Papier hervorgeht. mehr »