Ärzte Zeitung, 15.07.2013

Kommentar zur Abspeck-Studie

Freibrief für Faulpelze?

Von Dagmar Kraus

Wer abnehmen will, muss auf seine Ernährung achten und sich mehr bewegen. Stimmt nicht, sagen Forscher aus Australien. Übergewichtige Kinder nehmen allein mit Ernährungsumstellung ebenso gut ab wie mit Diät und Sport. Können also kleine Moppel weiter die Zeit vor Fernseher oder Computer verbringen, statt zu rennen und zu toben, wenn sie nur die Chipstüte weglassen?

Keineswegs. Denn auch wenn - bezogen auf den Gewichtsverlust - das mehr an Bewegung keine Pluspunkte ergab, brachte die Aktivität in vielerlei Sicht Vorteile.

Etwa wenn es um metabolische Risikofaktoren geht, vor denen Kinder mit Übergewicht nicht gefeit sind. Bei der überaus wichtigen Frage, wie gut die Kleinen ihr Gewicht halten konnten, blieb die Studie der Forscher sogar eine Antwort schuldig.

Angesicht der aktuellen Zahlen, wonach jedes fünfte Kind in Deutschland zu dick ist, wäre es wohl zu kurz gedacht, allein auf das Essverhalten der Kinder zu fokussieren. Vielmehr bedarf es einer grundlegenden Lebensstiländerung.

Soll die gelingen, braucht es jedoch tatkräftige Unterstützung, ganz besonders von den Eltern. Denn wie sollen Kinder Geschmack an Gemüse und Obst finden oder gar Freude an Bewegung haben, wenn ihre Eltern das nicht vorleben?

Lesen Sie dazu auch:
Dicke Kinder: Abspecken klappt auch auf der Couch

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So viel jünger und attraktiver macht Facelifting

Wer sein Gesicht straffen lässt, will in der Regel jünger und dynamischer aussehen. Das scheint tatsächlich zu klappen. mehr »

Niedrig dosiert starten und langsam erhöhen!

Die neue Gesetzeslage zur Verordnung von Cannabis auf Kassenkosten ist beim Schmerz- und Palliativtag begrüßt worden. Ärzte mit Erfahrung mit Cannabinoiden loben vor allem den Erhalt der Therapiefreiheit. mehr »

Obamacare bleibt!

Blamage für US-Präsident Donald Trump: In letzter Minute zogen die Republikaner die Abstimmung über die geplante Gesundheitsreform zurück. Gerade auch, weil die Zustimmung aus den eigenen Reihen fehlte. mehr »