Diabetes

Sammeln Sie CME-Punkte - 30 Tage kostenlos mit e.Med
Modul: Strategien zur Gewichtsreduktion bei Typ-2-Diabetes

Weitere Module zu anderen Themen auf der Startseite unserer Sommerakademie
Ärzte Zeitung, 01.08.2014

Markerproteine

Braunes Fett soll weißes Fett abbauen helfen

Hilfe im Kampf gegen Adipositas, Diabetes und Co.: Mit neu identifizierten Oberflächen-Proteinen soll braunes Fett zum Kalorienverbrauch aktiviert werden.

NEUHERBERG. Forscher am Helmholtz Zentrum München und der Harvard Medical School haben Oberflächenproteine identifiziert, mit deren Hilfe man weißes, beiges und braunes Fettgewebe voneinander unterscheiden kann (Science Translational Medicine 2014; 6 (247): 247ra103).

Ziel der Wissenschaftler ist nun, eine Behandlung für Adipositas zu entwickeln, heißt es einer Mitteilung des Helmholtz-Zentrums in Neuherberg. Denn weißes Fettgewebe begünstigt Diabetes, die braunen Fettzellen dagegen erzeugen direkt Wärme aus dem gespeicherten Fett.

Allerdings ist die Menge an braunem Fettgewebe individuell verschieden. Bisher konnte man seinen Anteil nicht zuverlässig erfassen. Die neu entdeckten Oberflächenproteine bieten nun eine Möglichkeit, braune Fettzellen zu quantifizieren. Außerdem erlauben sie es, Wirkstoffe gezielt in das braune Fettgewebe zu bringen, indem man sie an diese Proteine ankoppeln lässt.

Die Aktivierung des braunen Fettgewebes ist eine der größten Hoffnungsträger in der Bekämpfung der Adipositas. Denn eine solche Methode würde es ermöglicht es, Übergewicht zu verringern, ohne dass die Patienten zwingend die Kalorienzufuhr reduzieren müssen.

"Die Übertragung dieser Forschungsergebnisse in die Praxis scheitert jedoch häufig daran, dass die identifizierten Mechanismen auch wichtige Funktionen in anderen Organen haben und es so zu unkalkulierbaren Nebenwirkungen kommen kann", erläutert Siegfried Ussar, erster Autor der Studie, in der Mitteilung.

"Unsere Forschungsarbeiten zeigen jedoch einen Ausweg aus diesem Dilemma, da die von uns entdeckten Oberflächenmarker sehr spezifisch für die einzelnen Fettarten und unabhängig von der metabolischen Aktivität sind." Eventuelle Nebenwirkungen sollen nun mit neu entwickelten Methoden stark reduziert werden. (eb)

[01.08.2014, 14:49:36]
Dr. Wolfgang P. Bayerl 
die Falsche Zielsetzung
Ein gesunder schlanker Mensch hat keinen "intensiveren" Soffwechsel, "verbrennt" also nicht mehr als ein "Adipöser", sondern WENIGER, besonders nachts, wenn der Stoffwechsel eine Ruhepause macht (braucht). Und der Stoffwechsel des aktiven Sportlers passt sich noch mehr an, der "Ruhepuls" wird niedriger und bei Ausdauersportler sinkt sogar die Körpertemperatur in Ruhe.
Der vernünftige Weg kann also nicht heißen mehr Kalorien, sondern weniger Kalorien,
von mir aus eine Pille, die ein "besseres" Sättigungsgefühl vermittelt, daran hapert es bei den "Dicken" ganz besonders. Aber nicht mehr "verbrennen", abgesehen von Muskelarbeit natürlich. zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Werden europäische Männer immer unfruchtbarer?

Männern haben immer weniger Spermien. Direkte Rückschlüsse auf Fruchtbarkeit erlaubt das nicht – es könnte aber nur die Spitze eines Eisbergs gesundheitlicher Probleme sein. mehr »

Psychotherapie soll künftig Unifach werden

Ein einheitliches Berufsbild, Studium an der Uni. Die Psychotherapeutenausbildung steht vor umwälzenden Veränderungen. Kritiker vermissen beim Entwurf aber Konkretes zum Thema Weiterbildung. mehr »

Ist die menschliche Entwicklung am Ende?

Über Hunderttausende von Jahren ist der Mensch zu dem geworden, was er heute ist. Und nun? Ein Grimme-Preisträger fragt sich, ob Unsterblichkeit erstrebenswert ist und wohin uns die Evolution führen wird - oder kann der Mensch sie austricksen? mehr »