Ärzte Zeitung, 28.04.2016

Adipositas

Gelenktraining für Kinder in Entwicklung

Forscher entwickeln ein Trainingsprogramm, das speziell die Gelenke übergewichtiger Kinder gesund halten soll.

ST. PÖLTEN. Forscher der Fachhochschule St. Pölten untersuchen im Projekt "Children's KNEEs" die Auswirkungen von Übergewicht auf die Gelenke von Kindern und Jugendlichen.

Dabei erarbeiten und evaluieren sie aus klinischer und biomechanischer Sicht ein physiotherapeutisches Trainingsprogramm, teilt die FH mit.

In der Studie "Children's KNEEs" analysiert der Studiengang Physiotherapie der FH St. Pölten die veränderten biomechanischen Abläufe beim Fortbewegen von übergewichtigen Kindern und Jugendlichen.

Dabei kommt die Methode des "Motion Capturing" aus der Produktion von Animationsfilmen zum Einsatz: Mit dieser Methode werden Bewegungen der einzelnen Körpersegmente im dreidimensionalen Raum erfasst und analysiert.

"Es gibt eine Vielzahl an Richtlinien für Trainingsprogramme zum Aufbau von Muskelkraft und zur Verbesserung der neuromuskulären Kontrolle, aber die meisten Programme richten sich nicht spezifisch an übergewichtige Kinder und Jugendliche", wird FH-Dozentin Barbara Wondrasch in der Mitteilung zitiert.

Das Projekt untersucht ungünstig veränderte biomechanische Abläufe in Hüft-, Knie- und Sprunggelenken von übergewichtigen Kindern und Jugendlichen beim Gehen und Treppensteigen und entwickelt basierend auf diesen Erkenntnissen ein spezielles Trainingsprogramm für diese Zielgruppe. Untersucht werden circa 50 übergewichtige Kinder und Jugendliche im Alter zwischen zehn und 18 Jahren.

Das Trainingsprogramm soll über zwölf Wochen stattfinden und eine Kombination aus neuromuskulären Übungen und Kräftigungsübungen für Hüft- und Oberschenkelmuskulatur beinhalten.

Im Rahmen der Studie wird eine biomechanische 3D-Ganganalyse zu Beginn und am Ende des Trainingsprogrammes durchgeführt, um Unterschiede in biomechanischen Abläufen vor und nach dem Training festzustellen und zu analysieren. (eb)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »