Ärzte Zeitung, 21.01.2004

Pollenschleudern blühen immer früher im Jahr

BOCHUM (dpa). Der Klimawandel läßt Allergien immer früher im Jahr auftreten: Wegen des weltweiten Temperaturanstiegs der vergangenen 30 Jahre blühen die Pollenschleudern immer eher.

Darauf hat der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie, Professor Gerhard Schultze-Werninghaus, Anfang dieser Woche in Bochum hingewiesen. Bereits seit mehreren Jahren gebe es im Januar immer wieder Tage, an denen in bestimmten Lagen etwa die Hasel blühe. Auch die Blühzeiten der anderen sogenannten Kätzchenblüher wie Erle und Birke hätten sich nach vorne verlängert.

Hochsensible Allergiker hätten bereits im Januar Symptome wie Bindehautreizung, Niesanfälle oder sogar Asthmaanfälle gezeigt, sagte der Allergologe an der Ruhr-Universität weiter. Einige Patienten hätten sogar schon Ende Dezember "etwas gemerkt".

Der Spezialist sprach sich wegen des früheren Pollenflugs für die Erhebung von Meßdaten bereits Anfang Januar aus. Bislang beginne die Meßperiode der Stiftung Polleninformationsdienst Ende des Monats.

www.pollenstiftung.de; Allergie- Dokumentations- und Informations-Zentrum: www.adiz.de

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