Ärzte Zeitung, 29.03.2005

Künstliches Eiweißmolekül verhindert Katzenallergie

Protein aus humanem IgG-Fragment und Katzenallergen

Auch in Ärzte-Haushalten immer wieder ein Problem: Haare des Stubentigers lösen Allergien aus. Foto: Dr. Univ. Parma St. Guggenbichler

LOS ANGELES (ple). US-Forscher haben einen Weg gefunden, gezielt Immunzellen zu unterdrücken, die auf Allergene von Katzen reagieren. Dazu haben die Forscher um Dr. Andrew Saxon aus Los Angeles ein Eiweißmolekül konstruiert, das allergiespezifische Rezeptoren auf basophilen Granulozyten miteinander vernetzt und so die Freisetzung von Histamin verhindert.

Im Tierversuch entwickelten Mäuse, die sonst allergisch auf das Katzenallergen Fel d1 reagierten, nach der Behandlung mit dem Eiweißmolekül keine allergische Atemwegsentzündungen (aktuelle Online-Ausgabe von "Nature Medicine"). Zudem verhinderte das Protein die Freisetzung von Histamin aus sensibilisierten Mastzellen, die aus dem Blut von Menschen isoliert worden waren. Dieser Therapie-Ansatz könnte auch gegen Nahrungsmittel-Allergien genutzt werden.

Das Eiweißmolekül ist ein Fusionsprotein, das aus einem Fragment des humanen IgG und dem Katzenallergen Fel d1 (Felis domesticus) besteht. Das Molekül vernetzt spezifisch Rezeptoren für Immunglobulin E (IgE) auf der Zelloberfläche. Folge ist, daß IgE-getriggerte allergische Immunreaktionen ausbleiben.

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