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Antikörper erhöht Lebensqualität bei schwerem allergischem Asthma

MÜNCHEN (kat). Erste Erfahrungen mit dem Anti-IgE-Antikörper Omalizumab haben US-amerikanische Kollegen im klinischen Alltag gesammelt. Danach hat sich diese Substanz als ebenso wirksam erwiesen wie in klinischen Studien.

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Bei langfristiger Therapie mit dem rekombinanten, monoklonalen Antikörper ergaben sich keine neuen unerwünschten Effekte oder Hinweise auf einen Zusammenhang mit Krebserkrankungen, Überempfindlichkeitsreaktionen oder Immun-Komplex-Erkrankungen. Ärzte und Patienten berichten übereinstimmend von signifikanten Verbesserungen.

In den USA ist Omalizumab bereits seit Juni 2003 als Xolair® für die Behandlung von Erwachsenen und Jugendlichen ab zwölf Jahren mit mittlerem bis schwerem Asthma bronchiale zugelassen, die einen positiven Hauttest oder eine In-vitro-Reaktion auf Pollen haben und bei denen die Symptome nicht ausreichend durch inhalative Kortikosteroide kontrolliert werden können. Alle vier Wochen wird eine an das Körpergewicht und die Ausgangs-IgE-Spiegel angepaßte Dosis subkutan gespritzt.

Für Europa wird die Zulassung im Herbst dieses Jahres erwartet. Seit der US-Zulassung haben bereits mehr als 25 000 Patienten den Anti-IgE-Antikörper erhalten. Unter der neuen Add-on-Therapie traten unerwünschte Ereignisse ähnlich häufig auf wie unter Placebo, und sie waren meist vorübergehend und nur leicht bis mittelschwer. Maligne Neoplasien, Überempfindlichkeitsreaktionen und Immun-Komplex-Erkrankungen traten nicht vermehrt auf, wie Dr. William Berger aus Mission Viejo in Kalifornien bei dem Symposium von Novartis berichtet hat.

Asthmatiker, die mit den derzeit zur Verfügung stehenden Medikamenten nicht ausreichend behandelt waren, hatten mit dem Antikörper signifikant weniger Symptome und eine bessere Lebensqualität.

Im Mittel waren zwei Drittel aller Studienteilnehmer Responder. Wer dazu gehört, kann der behandelnde Arzt am besten nach etwa einem halben Jahr, bei allergischer Rhinitis schon nach zwei bis drei Wochen beurteilen. Das Globalurteil, bemessen etwa nach den Exazerbationen, nächtlichen Anfällen und der Notfallmedikation, erwies sich als sensitivster Marker, zumal geeignete Laborparameter für das Monitoring fehlen.

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