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Lebensqualität bei Rhinitis wird deutlich gebessert

MÜNCHEN (wst). Bei persistierender allergischer Rhinitis reduziert eine nebenwirkungsarme Therapie mit einem selektiven Antihistaminikum die Symptome. Auch bessern sich die Lebensqualität und die Leistungsfähigkeit der Patienten.

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Das sind die Ergebnisse einer randomisierten und Placebo-kontrollierten Studie, die Professor Claus Bachert aus Gent in Belgien beim Welt-Allergie-Kongreß in München vorgestellt hat. An der Untersuchung haben 551 Erwachsene mit persistierender allergischen Rhinitis (ausgelöst durch Hausstaub und Gräserpollen) teilgenommen, berichtete Bachert auf einem vom Unternehmen UCB unterstützten Symposium.

Sechs Monate lang erhielten 278 Patienten einmal täglich 5 mg des oralen, nicht sedierenden Antihistaminikums Levocetirizin (Xusal®). 273 Patienten bekamen Placebo.

Die Ergebnisse: 81 Prozent der Patienten mit Verum und 76 Prozent der Patienten mit Placebo nahmen bis zum Ende der Studie teil. Knapp 17 Prozent der Patienten aus der Placebo-Gruppe beendeten wegen unzureichender Wirksamkeit die Studie vorzeitig, ebenso drei Prozent wegen vermeintlicher unerwünschter Effekte. In der Verumgruppe waren es knapp acht und vier Prozent.

Primärer Studienendpunkt war die nach vier Wochen erreichte Veränderung des Rhinokonjunktivitis-Lebensqualitäts-Scores. Dabei werden außer krankheitstypischen Symptomen auch Schlafqualität, Tagesmüdigkeit und tägliche Leistungsfähigkeit berücksichtigt. Bei einem Ausgangs-Wert um drei schnitten die Patienten mit Levocetirizin mit einer Verbesserung um 1,5 Punkte signifikant besser ab als die Patienten der Placebo-Gruppe (1 Punkt).

Von der ersten Behandlungswoche bis sechs Monate danach waren bei allen monatlichen Kontrolluntersuchungen die fünf Leitsymptome Niesen, Naselaufen, Juckreiz in Nase und Augen sowie verstopfte Nase in der Verumgruppe signifikant seltener und schwächer ausgeprägt als in der Kontrollgruppe.

Mit allergischer Rhinitis häufig assoziierte Begleiterkrankungen wie Infektionen der oberen Atemwege oder Asthmaanfälle waren mit 54 Ereignissen pro 100 Patienten im Verlauf der sechs Monate mit Levocetirizin ebenfalls signifikant seltener als mit Placebo (71 Ereignisse).

Die häufigsten unerwünschten Begleiterscheinungen waren Kopfschmerzen, Pharyngitis, grippeähnliche Symptome und Müdigkeit. Es gab hierbei jedoch keinen signifikanten Unterschied zwischen Verum- und Placebogruppe.

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