Ärzte Zeitung, 04.04.2007

Klimawandel lässt Allergiker länger leiden

BERLIN (dpa). Heuschnupfen-Geplagte müssen länger niesen: Der Klimawandel macht nach Angaben der Freien Universität Berlin (FU) inzwischen auch Pollen-Allergikern zu schaffen.

Die Blühzeit der Birke habe sich durch das wärmere Wetter etwa in Berlin seit den 1980er Jahren um acht Tage verlängert, teilte das Institut für Meteorologie mit. Dadurch ziehe sich auch die Leidenszeit für Allergiker in die Länge.

Sorge macht den Meteorologen zudem die Ambrosia-Pflanze (Traubenkraut), die das weltweit stärkste Pollenallergen besitze. Mehr Wärme könnte die Ausbreitung dieser Pflanze, die in den 70er Jahren durch Saatgut aus den USA eingeschleppt wurde, fördern.

In Frankreich und Italien sind Am-brosia-Allergien bereits zu einem massiven Problem geworden. Die Pflanze kann während der Blütezeit von Mitte Juli bis Mitte Oktober auch Atemnot und Asthma auslösen. In der FU-Pollenfalle wurden im September 2006 erstmals Ambrosia-Pollen gezählt. Als Ursache für die Ausbreitung wird Vogelfutter mit den Samen der Pflanze vermutet.

Topics
Schlagworte
Allergien (1116)
Krankheiten
Allergien (3003)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »