Ärzte Zeitung online, 19.04.2009

Allergologe geht von verhaltener Heuschnupfensaison aus

JENA (dpa). Heuschnupfen-Patienten sind nach Einschätzung des Jenaer Mediziners Claus Krögel bislang glimpflich davongekommen. "Wir hatten wegen des langen und kalten Winters endlich wieder einmal vier bis fünf nahezu pollenflugfreie Monate hintereinander", sagte der Leiter der Abteilung Pneumologie/Allergologie am Uniklinikum Jena gegenüber dpa.

In Deutschland leiden schätzungsweise 20 Prozent der Bevölkerung an einer Pollenallergie. Einige sehr früh blühende Bäume und Sträucher wie Erle oder Haselnuss hätten in diesem Jahr Verspätung. Inzwischen habe aber die Birkenblüte eingesetzt, sagte Krögel. "Jetzt kommt alles auf einmal." Birkenblüten gelten als besonders aggressiv. Eine Pollen-Allergie äußere sich durch Schnupfen, Augentränen oder Bindehautentzündung, mitunter sind auch die Nasennebenhöhlen beeinträchtigt. Bei zehn Prozent der Jugendlichen und fünf Prozent der Erwachsenen schlage die Allergie in Asthma um.

Zum Schutz vor Pollen empfiehlt Krögel Allergikern abendliches Duschen und Haarewaschen, um die Pollen vom Körper zu spülen, sowie Schlafen bei geschlossenen Fenstern. "Und man sollte nicht unbedingt zur Blütezeit ausgiebig durch Wälder und Gärten spazieren." Einigen Patienten könne zumindest zeitweise eine Hyposensibilisierung helfen.

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