Sonntag, 12. Februar 2012
Ärzte Zeitung, 25.08.2010

Allergien im Blick

Feigen kreuzreagieren mit Birkenpollen

NEU-ISENBURG (ikr). Die Liste der relevanten Nahrungsmittel, die mit dem Hauptallergen der Birke Bet v 1 kreuzreagieren, kann offenbar erweitert werden. In einer Studie mit Hautpricktests reagierten 78 Prozent von 85 Patienten mit Birkenpollenallergie auch auf frische Feigen, 91 Prozent auf Maulbeeren und 91 Prozent auf die tropische Jackfrucht (Allergo J 2010; 19: 212).

Bekannt ist bisher dass, Patienten, die gegen Birkenpollen sensibilisiert sind, oft mit oralen Allergiesymptomen nach dem Genuss von Steinobst, Baumnüssen, Karotten, Sellerie, Kiwi und Soja reagieren. Auslöser der Reaktionen sind dabei Pflanzenproteine. Zwei Drittel der positiv auf Feige getesteten Patienten vertrugen getrocknete Früchte besser als frische Feigen. Offenbar beschleunigt der Trocknungsprozess die Proteolyse oder verändert die relevanten Feigenproteine.

Lesen Sie dazu auch:
Kreuzreaktionen - harmlos oder riskant?
Bluttest ermittelt Schockgefahr bei Wespengiftallergie
Mehr Ekzeme bei Kindern von Rauchern
Feigen kreuzreagieren mit Birkenpollen
Mindern Atopien das Risiko für Leukämien?

| Share

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Top-Meldungen

Neue Ära in der Schlaganfall-Therapie?

Ein neuartiges Therapieverfahren weckt große Hoffnungen bei der Behandlung von akutem Schlaganfall. Jetzt hat es sich in Studien und auch in der Praxis bewährt. Experten jubeln: Die neue Methode wird die Schlaganfall-Therapie grundsätzlich verändern! mehr »

112 - Heute ist Europäischer Notruf-Tag

Nur etwa jeder vierte Europäer kennt die EU-weite Notrufnummer 112. Das geht aus einer Umfrage hervor, die die EU-Kommission in Brüssel anlässlich des Europäischen Notruf-Tags vorgestellt hat. Die Notrufnummer 112 ist rund um die Uhr und kostenfrei in Europa erreichbar. mehr »

Streit um frühe Nutzenbewertung eskaliert

Der Verband forschender Arzneimittelhersteller (vfa) hat das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG) scharf kritisiert. Das Institut missachte Standards der evidenzbasierten Medizin. Das IQWIG kontert: Die Vorwürfe sind unsachlich. mehr »