Ärzte Zeitung, 25.10.2010

Kinder mit Allergie gegen Erdnüsse für Studie gesucht

DRESDEN (eb). Für eine Studie zur oralen Immuntherapie sucht das Universitätsklinikum Dresden unter einer Erdnussallergie leidende Kinder und Jugendliche im Alter von 3 bis 18 Jahren.

Mit einer langsamen Gewöhnung des Körpers an allergieauslösende Substanzen erprobt das Universitäts AllergieCentrum (UAC) am Uniklinikum Carl Gustav Carus in Dresden eine neue Behandlungsmethode für Patienten, die unter einer Nahrungsmittelallergie leiden. Die ins UAC eingebundenen Allergieexperten der Uni-Kinderklinik beteiligen sich dabei an einer Studie des Allergiezentrums der Charité-Universitätsmedizin Berlin. Für dieses Projekt werden noch Kinder und Jugendliche im Alter von 3 bis 18 Jahren gesucht, die allergisch auf Erdnüsse reagieren.

Die Wirksamkeit der oralen Immuntherapie bei Erdnussallergie ist bereits in Pilotstudien nachgewiesen worden (Journal of Allergy and Clinical Immunology 2010; 126: 83). Bei dieser Therapie erhalten Kinder und Jugendliche mit Erdnussallergie täglich kleinste Erdnuss-Mengen. Jeweils nach zwei Wochen wird die Dosis gesteigert. Ziel der Therapie ist es, dass Patienten die Menge einer Erdnuss vertragen. Damit sind die betroffenen Kinder und Jugendlichen vor dem versehentlichen Verzehr von Erdnüssen geschützt.

katja.nemat@uniklinikum-dresden.de;

erdnussallergie-studie@charite.de

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Luftschadstoffe beeinträchtigen viele Organsysteme

Die Lunge gilt zwar als Eintrittspforte für Schadstoffe aus der Luft, kurz- und langfristige Gesundheitsschäden scheinen jedoch vor allem im Herzkreislaufsystem aufzutreten. mehr »

Kompromissvorschlag wieder zurückgezogen

Kaum verkündet, ist der Kompromiss zur Pflegeausbildung auch schon wieder vom Tisch. Die genauen Gründe sind unklar. mehr »

Für die Union ist Substitution von Ärzten kein Tabu

Nichtärztliche Gesundheitsberufe sollen stärker in die Versorgung eingebunden werden, fordert die Union. Ärztepräsident Montgomery benennt die Fallstricke für solche Pläne. mehr »