COPD

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Modul: Übersicht COPD - Diagnostik, Prävention und Therapie

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Ärzte Zeitung, 12.03.2004

Dauertherapie beugt Asthma-Exazerbationen vor

Bronchodilatatoren und systemisch angewandte Kortikoide weiterhin Therapie-Goldstandard bei Verstärkung von Krankheitssymptomen

FRANKFURTAM MAIN (hsr). Zur Therapie von Patienten mit Exazerbationen von Asthma und chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) bleiben Bronchodilatatoren und systemisch angewandte Kortikoide weiterhin der Goldstandard, so Professor Roland Buhl.

Exazerbationen seien eine wichtige Ursache der mit Asthma und COPD assoziierten Morbidität und Mortalität, sagte Buhl beim 45. Kongreß der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie in Frankfurt am Main. Dieses unterstreiche die Bedeutung nicht nur optimaler Behandlungsstrategien, sondern auch der Prävention von Exazerbationen. Wichtig hierfür sei die konsequente Dauertherapie gerade bei Patienten, die zu Exazerbationen neigen, so der Pneumologe vom Universitätsklinikum Mainz.

Bei COPD-Patienten kommt es vor allem in fortgeschrittenen Erkrankungsstadien häufig zu Exazerbationen mit Beeinträchtigungen des Allgemeinzustands und der Lebensqualität. Das hat der Pneumologe bei einem Symposium des Unternehmens Merck KGaA berichtet, das das orale Kortikosteroid Decortin® anbietet.

Derzeit werden inhalative, kurzwirksame Beta-2-Sympathomimetika, Anticholinergika, systemische Kortikoide, eventuell auch Theophyllin, und Antibiotika für die Akuttherapie von COPD-Patienten mit Exazerbationen angewandt.

Zur Akuttherapie von Patienten mit Asthma-Exazerbationen werden derzeit inhalative kurzwirksame Beta-2-Sympthomimetika und systemische Kortikoide empfohlen, bei unzureichendem Ansprechen außerdem inhalative Anticholinergika und Theophyllin. Bei dieser Indikation getestet werden derzeit die Wirksamkeit des rasch und lang wirkenden Beta-2-Sympathomimetikums Formoterol sowie der Effekt inhalativer Kortikoide und Leukotrien-Rezeptor-Antagonisten.

Um Exazerbationen bei leichtem bis mittelschwerem Asthma vorzubeugen, wirkt die Kombination inhalativer Kortikoide mit langwirkenden Beta-2-Sympathomimetika nach Angaben des Pneumologen gegenwärtig am besten. Gut dokumentiert sei auch, daß der frühzeitige Therapiebeginn mit inhalativen Kortikoiden schwere Asthma-Episoden und Exazerbationen selbst bei mildem Asthma verhindere. Als neues, auf Asthma-Exazerbationen präventiv wirkendes Medikament nannte Buhl den humanisierten monoklonalen, gegen Immunglobulin E gerichteten Antikörper Omalizumab.

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