COPD

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Modul: Übersicht COPD - Diagnostik, Prävention und Therapie

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Ärzte Zeitung, 28.04.2004

Gut verträgliche Kortikoid-Therapie bei Asthma

Ciclesonid erst in der Lunge aktiviert / In therapeutischen Dosen praktisch keine unerwünschten Wirkungen

WIESBADEN (awa). Bei persistierendem Asthma aller Schweregrade sollte dauerhaft mit einem inhalativen Kortikoid behandelt werden, aber nur ein Viertel der Patienten tut dies. Mit der neuen Substanz Ciclesonid könnte die Akzeptanz einer Kortikoidtherapie erhöht werden: Die Arznei ist besonders gut verträglich, weil sie erst in der Lunge durch körpereigene Esterasen in die aktive Form umgewandelt wird.

Mit Hilfe der Spirometrie läßt sich
der Therapieerfolg bei Patienten mit Asthma belegen.
Foto: AOK-Mediendienst

Zugelassen ist das Medikament unter dem Namen Alvesco® bereits in Australien zur Asthma-Therapie bei Erwachsenen und Jugendlichen ab zwölf Jahren sowie im Zusammenhang mit der EU-Zulassung bereits in Großbritannien zur vorbeugenden Behandlung bei chronischem Asthma von Erwachsenen.

Was sind Pluspunkte der neuen Substanz? Die Aktivierung von Ciclesonid in der Lunge verursache wenig lokale oder systemische unerwünschte Wirkungen, berichtete Professor Dieter Ukena von der Universitätsklinik Homburg.

Die Lipophilie der aktivierten Substanz führe zu einer hohen Depotbildung in der Lunge, und deshalb sei Ciclesonid lokal hochwirksam und müsse nur einmal täglich inhaliert werden. Unerwünschte Wirkungen treten bei Dosierungen von einmal täglich 80 bis 160 Mikrogramm praktisch nicht auf, sondern erst ab einer Dosis von mehr als 1280 Mikrogramm, wie Ukena beim Internistenkongreß in Wiesbaden gesagt hat.

In klinischen Prüfungen verbesserte sich die Einsekundenkapazität (FEV1) nach acht bis zwölf Wochen Behandlung mit einmal täglich 80 bis 160 Mikrogramm Ciclesonid um 260 bis 510 Milliliter. Daß das neue Kortikoid - einmal täglich angewandt -hochwirksam ist, habe auch eine Studie mit 320 Asthmatikern ergeben, sagte Ukena bei der Veranstaltung von Altana.

Die FEV1 wurde mit täglich 1600 Mikrogramm Budesonid zuerst einmal auf 2,4 bis 2,5 Liter stabilisiert. Danach erhielten die Patienten einmal täglich 320 Mikrogramm Ciclesonid oder 400 Mikrogramm Budesonid. Nach zwölf Wochen blieb mit Ciclesonid die Lungenfunktion auf diesem Niveau stabil, mit Budesonid sank sie auf das Niveau wie vor der Hochdosistherapie.

Ein weiterer Vorteil von Ciclesonid ist Ukena zufolge der schnelle Wirkeintritt. Im Vergleich zu 400 Mikrogramm Budesonid war mit 320 Mikrogramm Ciclesonid der morgendliche exspiratorische Spitzenfluß schon nach drei Tagen signifikant höher als zu Therapie-Beginn. Signifikante Unterschiede zwischen den Gruppen gab es nach ein und zwei Wochen Therapie nicht.

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