Ärzte Zeitung, 15.10.2004

Mit fixer Kombination hat man Asthma gut im Griff

Erfolg für Salmeterol plus Fluticason in GOAL-Studie

MÜNCHEN (ts). Können Asthma-Kranke geheilt werden? Das wohl nicht, aber bei fast der Hälfte dieser chronisch Kranken ist eine vollständige Kontrolle der Erkrankung zu erreichen. Wie? Durch eine Therapie mit dem langwirksamen Beta-Sympathomimetikum Salmeterol plus dem inhalativen Steroid Fluticason. Ergeben hat das die GOAL-Studie, die heute veröffentlicht worden ist.

Mit der richtigen Anwendung der Kombinationstherapie gelingt Asthma-Kranken die vollständige Kontrolle über die Krankheit. Foto: do

GOAL (Gaining Optimal Asthma Control) ist eine multinationale, einjährige, doppelblinde und randomisierte Studie mit 3421 Asthma-Kranken (Am J Respir Crit Care Med 170, 2004, 836).

Haupt-Fragestellung der Studie war, bei wie vielen Patienten durch die fixe Kombination von Salmeterol plus Fluticason im Vergleich zur Steroid-Monotherapie eine vollständige Asthma-Kontrolle erreicht wird. Das bedeutet, kurz formuliert, das Fehlen von Symptomen in sieben von acht Wochen.

Die wichtigsten Ergebnisse: Mit Salmeterol plus Fluticason (als Viani® in Deutschland auf dem Markt) erreichten innerhalb eines Jahres 41 Prozent der Patienten eine vollständige Asthma-Kontrolle, wie Professor Johann Ch. Virchow von der Uni Rostock bei einer Pressekonferenz von GlaxoSmithKline in München berichtete. In der Vergleichsgruppe mit niedrig-dosiertem Fluticason gelang dies nur 28 Prozent. Zudem wurde das Therapieziel mit der Kombination früher erreicht.

Die kombinierte Medikation war nach Aussage von Professor Adrian Gillissen auch überlegen bei der Reduktion der Exazerbationsrate und der Wirkung auf die Lungenfunktion. Zudem sei die Lebensqualität durch Salmeterol plus Fluticason stärker gebessert worden, sagte der Pneumologe von der Robert-Koch-Klinik in Leipzig.

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