COPD

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Ärzte Zeitung, 03.03.2005

Montelukast verhindert Asthma-Notfälle

Kinder benötigen mit der Therapie nur an 16 Prozent aller Tage Notfall-Medikamente

NEU-ISENBURG (ikr). Werden Kinder mit leichtem, persistierendem Asthma bronchiale mit dem Leukotrien-Antagonisten Montelukast behandelt, verringert sich die Zahl der Tage mit Asthma-Notfällen innerhalb eines Jahres in ähnlichem Maße wie bei einer Behandlung mit einem inhalativen Kortikosteroid.

Junge mit einer Asthma-bedingten Bronchialobstruktion. Eine Therapie mit Montelukast kann helfen, solche Anfälle zu verhindern. Foto: DAK / Deutsche Atemwegsliga

Ergeben hat das die MOSAIC (Montelukast Study of Asthma in Children)-Studie: 482 Kinder zwischen sechs und 14 Jahren mit leichtem, persistierendem Asthma erhielten ein Jahr lang täglich 5 mg Montelukast (in Deutschland als Singulair® erhältlich); 484 Kinder inhalierten zweimal täglich 100  µg Fluticason.

Primärer Endpunkt der Studie war die Zahl der Tage ohne Asthma-Notfälle, das heißt die Tage, an denen keine Notfallmedikation eingenommen wurde oder keine ärztliche Hilfe aufgrund einer Verschlimmerung der asthmatischen Beschwerden erforderlich war. Das hat das Unternehmen MSD Sharp & Dohme mitgeteilt.

Ergebnis: Der Anteil der Tage ohne Asthma-Notfälle betrug in der Gruppe der mit Montelukast behandelten Kinder 84 Prozent und in der Fluticason-Gruppe 87 Prozent. Dieser Unterschied ist nicht signifikant. Vor Studienbeginn lag die Rate der Tage ohne Asthma-Notfälle im Mittel bei 61 Prozent. Beide Medikationen wurden ähnlich gut vertragen.

Ein weiteres Ergebnis: Die mit dem Leukotrien-Antagonisten behandelten Kinder wuchsen im Mittel schneller als die Kinder, die das inhalative Kortikoid bekamen. Die Studie wurde beim Kongreß der European Respiratory Society in Glasgow in Schottland als Poster präsentiert.

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