COPD

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Modul: Übersicht COPD - Diagnostik, Prävention und Therapie

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Ärzte Zeitung, 21.03.2005

Neues Medikament gegen schweres Asthma

Omalizumab ist für Patienten vorgesehen, die keine andere Option mehr haben / Antikörper soll im Herbst kommen

BERLIN (gvg). Patienten mit schwerem, allergischem Asthma bronchiale, bei denen trotz maximaler Therapie keine Symptomkontrolle gelingt, können Hoffnung schöpfen. Voraussichtlich ab Herbst soll es auch in Deutschland einen Antikörper gegen Immunglobulin E geben.

Immunglobulin E wird beim Menschen mit allergischem Asthma bronchiale in übergroßer Zahl von B-Lymphozyten gebildet. Die Moleküle binden an Mastzellen und regen diese bei Kontakt mit dem jeweils allergisierenden Antigen zur Produktion von Botenstoffen an, was bei den Betroffenen unter anderem zu einer Verengung der Atemwege führt.

    Bei jedem
10. Patienten läßt sich Asthma mit verfügbaren Mitteln nicht kontrollieren.
   

"Bei etwa zehn Prozent der Asthma-Patienten gelingt es heute trotz maximaler Therapie mit Glukokortikoiden und langwirksamen Beta2-Sympathomimetika nicht, die Symptomatik unter Kontrolle zu bringen", sagte Professor Roland Buhl aus Mainz auf einer Veranstaltung am Rande des Pneumologenkongresses in Berlin. Diesen schwer kranken Menschen könne der humanisierte, monoklonale Antikörper Omalizumab (Xolair®) helfen, wie Buhl auf der von Novartis Pharma unterstützten Veranstaltung sagte.

Er wird alle zwei bis vier Wochen subkutan appliziert und ist in den USA bereits seit 2003 zugelassen. Grundlage der Zulassung, die auch in Europa für Mitte des Jahres erwartet wird, war die INNOVATE-Studie, an der 419 Patienten mit schwerem allergischem Asthma bronchiale teilnahmen, die trotz Behandlung eine eingeschränkte Lungenfunktion und häufige Exazerbationen aufwiesen.

Verglichen mit Placebo lag bei einer Behandlung mit Omalizumab zusätzlich zur Standardtherapie die Rate klinisch relevanter Exazerbationen, die einen Besuch in einer Notaufnahme nötig machten oder die eine Behandlung mit oralen oder intravenösen Kortikoiden erforderlich machten, im Studienzeitraum um signifikante 26 Prozent niedriger (p=0,042). Schwere Exazerbationen traten in der Verumgruppe sogar nur etwa halb so häufig auf (p=0,002).

Ebenfalls einen signifikanten Vorteil für die Antikörperbehandlung gab es beim Parameter Lebensqualität. Die Global Initiative for Asthma hat Omalizumab deswegen bereits in ihre Behandlungsempfehlungen für Asthmatiker der Stufe 4 integriert. "Omalizumab ist eine Option für Patienten, die keine Option mehr haben", umriß Buhl das Einsatzgebiet der neuen Substanz, die voraussichtlich ab Herbst in Deutschland erhältlich sein wird.

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