COPD

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Modul: Übersicht COPD - Diagnostik, Prävention und Therapie

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Forschung und Praxis, 17.05.2005

Optimierter Inhalator für eine bessere Asthma-Therapie

Die wesentlichen Säulen der Asthma-Therapie werden auch in den nächsten 15 Jahren Beta-2-Agonisten und inhalierbare Steroide sein. Die Fortschritte mit diesen Wirkstoffen werden in Zukunft vor allem in immer besseren und anwenderfreundlicheren Inhalations-Systemen liegen.

Diese Prognose hat in Berlin der Pneumologe Professor Peter J. Barnes vom National Heart and Lung Institute am Imperial College London gewagt.

Die Nutzen-Risiko-Relation bei der Therapie von Asthma-Patienten sei durch die inhalierbaren Beta-2-Agonisten und Kortikosteroide entscheidend verbessert worden. Werden sie korrekt angewandt, werden dabei ausreichend hohe Wirkstoff-Konzentrationen in der Lunge erreicht, wobei die systemischen Belastungen niedrig sind.

Allerdings sei die durchschnittliche Qualität der Lungendeposition von inhalierten Wirkstoffen durchaus noch verbesserungswürdig, sagte Barnes. Er plädierte für möglichst einfach anzuwendende Geräte mit zuverlässiger Erfolgskontrolle.

Ein entscheidender Schritt auf dem Weg zu optimierten Inhalationssystemen sei mit dem Novolizer® gelungen, sagte Dr. Thomas Voshaar aus Moers auf einer von den Unternehmen Essex Pharma, Fujisawa und Viatris unterstützten Veranstaltung. Bei dem innovativen Trockenpulver-Inhalator reicht ein Inspirationsfluß von 35 bis 50 Litern pro Minute für eine effektive Medikamenteninhalation aus. Diesen geringen Inspirationsfluß können bereits vierjährige Kindern gut leisten.

Das wiederverwendbare System wird mit einer Medikamentenpatrone beladen, die bis zu 200 Einzeldosen enthält. Aktiviert wird das Gerät durch Herunterdrücken der Dosiertaste, wobei ein Signalfeld von Rot nach Grün wechselt.

Drei Kontrollmechanismen zeigen an, ob die Medikamentenfreisetzung richtig funktioniert hat: Ein Wechsel von Grün auf Rot, ein Klickgeräusch sowie ein Laktosegeschmack auf der Zunge. Wird die inspiratorische Triggerschwelle von 35 bis 50 Litern pro Minute bei einer Anwendung einmal nicht erreicht, löst das Gerät den Freisetzungsmechanismus nicht aus, optisches und akustisches Signal fehlen dann.

Das zunächst mit Salbutamol und Budesonid bestückte Inhalationssystem wird seit kurzem auch mit dem schnell und zugleich lang wirkenden Beta-2Agonisten Formoterol vom Unternehmen Fujisawa als Formotop® und von Viatris als Formatris® angeboten. (wst)

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