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COPD - auf direktem Weg zur Spitze der Todesursachen

COPD ist weltweit die Erkrankung mit der höchsten Steigerungsrate. Nach Prognosen der Weltgesundheitsorganisation wird sie bis zum Jahre 2020 auf den dritten Platz in der Todesursachenstatistik vorrücken. Ein Grund, dieser Erkrankung mehr Aufmerksamkeit zu widmen, wie beim 47. Kongreß der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin deutlich wurde. Unter anderem machen sich die Experten Gedanken darüber, welche neuen Erkenntnisse in aktualisierten COPD-Leitlinien berücksichtigt werden sollten.

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Die Definition der COPD sei in ständigem Wandel, wie in Nürnberg Professor Claus Vogelmeier von der Universität Marburg betonte, als es um die Aktualisierung der COPD-Leitlinien ging. Klar sei jedoch inzwischen - und dies gelte es auch in neuen Leitlinien zu berücksichtigen -, daß die Erkrankung mit erheblichen systemischen Konsequenzen verbunden ist.

"Wir haben gelernt, daß eine COPD in vielen Organsystemen zu Konsequenzen führt", so der Pneumologe. Abgesehen von den Schäden in der Lunge können sich krankheitsbezogene Depressionen und Ängste entwickeln. Zudem kommt es zu einer verminderten Atemmuskulatur und erniedrigten Leistungsfähigkeit der peripheren Muskeln und zu Osteoporose.

Unter der Einwirkung von Entzündungsmediatoren werden Muskeln abgebaut - dies wird durch die zunehmende Inaktivität der Patienten noch beschleunigt. Außerdem erhöht die erschwerte Atmung den Energieverbrauch ständig, am stärksten jedoch bei körperlicher Belastung. Dies führt dazu, daß bis zu 60 Prozent der COPD-Patienten untergewichtig sind.

Eine weitere neue Erkenntnis, die in aktualisierte Leitlinien einfließen sollte, sei die, daß sehr viele Patienten direkt eine Obstruktion entwickeln, ohne "den typischen paradigmenartigen Weg über die Bronchitis in die manifeste COPD zu gehen", so Vogelmeier. Als Konsequenz daraus werde beabsichtigt, die Klassifikation der COPD zu ändern und den Schweregrad 0, also die Risikogruppe, wegfallen zu lassen. (otc)

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