Ärzte Zeitung, 06.09.2006

Moderne Inhalatoren erleichtern die Therapie von Asthma-Patienten

Geräte warnen bei Fehlanwendungen durch Patienten

MÜNCHEN (grue). Moderne Inhalatoren für die Therapie bei Asthma sollten mehrfache Kontrollfunktionen für die korrekte Anwendung haben und wiederbefüllbar sein. Dadurch werde die Inhalation von Asthma-Medikamenten wesentlich vereinfacht, sagen Pneumologen.

Fehler bei der Inhalation von Medikamenten sind die Hauptgründe, weshalb Patienten mit Asthma wiederholt Exazerbationen bekommen. Und dafür, daß jeder zehnte von ihnen einmal pro Jahr als Notfall im Krankenhaus behandelt werden muß. Das hat Professor Peter Barnes aus London bei einer Veranstaltung des Unternehmens Meda Pharma gesagt.

"Leider wird in Therapieleitlinien nicht darauf hingewiesen, daß für eine erfolgreiche Asthma-Therapie das Erlernen der korrekten Inhalation ebenso wichtig ist wie die Wahl geeigneter Medikamente".

Pulverinhalatoren schneiden vergleichsweise gut ab: Neun von zehn Patienten bedienen die Geräte nach kurzer Einweisung korrekt. Solche Inhalatoren sind atemzuggesteuert und umweltfreundlich. So ist der Novolizer® von Meda Pharma wiederbefüllbar, die zugehörigen Medikamentenpatronen enthalten bis zu 200 Wirkstoffdosen.

Damit jede Portion auch tatsächlich in der Lunge ankommt, ist das handliche Gerät leicht zu bedienen. Optische, akustische und gustatorische Signale zeigen an, ob die Inhalation erfolgreich war. Nur solche Aktionen werden vom Zählwerk erfaßt, nicht aber Fehlversuche.

Für eine ausreichende Medikamentenaufnahme ist nur ein recht geringes Atemzugvolumen von 35 bis 50 Litern pro Minute nötig. Für Barnes erfüllt das Gerät damit alle Anforderungen an einen modernen Inhalator, zumal es mit verschiedenen Medikamenten funktioniert. Derzeit gibt es das System in Kombination mit den Wirkstoffen Formoterol, Budesonid und Salbutamol - mit Formoterol auch in der für Kinder gebräuchlichen Dosis von sechs Mikrogramm pro Anwendung.

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