Ärzte Zeitung, 12.10.2006

Neues Asthma-Mittel mit extrafeinen Wirkstoff-Teilchen

Fixe Kombination aus inhalativem Beclometason und Formoterol / Medikament wird gleichmäßig im gesamten Bronchialsystem verteilt

HAMBURG (grue). Zur Behandlung von Patienten mit persistierendem Asthma bronchiale gibt es seit kurzem eine neue Option: die fixe Kombination aus dem inhalativen Kortikoid Beclometason sowie dem rasch und langwirksamen Beta-2-Mimetikum Formoterol. Die Wirkstoffe werden als sehr feine Teilchen inhaliert.

Ein wesentlicher Teil der Atemwegsentzündung bei Asthma spielt sich in den kleinen Bronchien ab. Vorteilhaft für die inhalative Therapie sind daher Dosieraerosole mit sehr kleinen Partikeln, die sich im gesamten Bronchialsystem gleichmäßig verteilen.

Bei der neuen Fixkombination haben die einzelnen Partikel eine Teilchengröße von nur etwa einem Mikrometer. Dies und die beim Inhalator verwendete neue Modulite®-Technik sorgen für eine optimale Verteilung der Wirkstoffe in der Lunge. Dadurch könne das Steroid relativ niedrig dosiert werden, so Professor Helgo Magnussen aus Großhansdorf bei der von Asche Chiesi veranstalteten Einführungspressekonferenz in Hamburg. Das Unternehmen bietet das Asthma-Mittel als Foster® an.

Das Kombinationspräparat enthält das inhalative Kortikosteroid Beclometason in einer Dosierung von 100 µg pro Hub sowie das rasch und langwirksame Betamimetikum Formoterol mit 6 µg pro Sprühstoß. Trotz der vergleichsweise niedrigen Steroiddosis ist die neue Kombination ähnlich gut wirksam wie herkömmliche Präparate.

Das sei zum Beispiel in einer dreimonatigen Vergleichsstudie mit Budesonid (in doppelt so hoher Dosierung wie Beclometason) plus Formoterol gezeigt worden, so Magnussen. In beiden Behandlungsgruppen besserten sich signifikant sowohl die Lungenfunktion als auch die Symptome. Auch im Vergleich zu einer Fixkombination aus Fluticason und Salmeterol hat sich das neue Kombipräparat als ähnlich gut wirksam erwiesen.

"Das Dosier-Aerosol mit Beclometason und Formoterol erzeugt eine langanhaltende Sprühwolke, aus der die extrafeinen Partikel weit in die Atemwege hineingelangen", sagte Magnussen. Die unabhängig vom Inspirationsfluß aufgenommene Dosis bleibt über den gesamten Anwendungszyklus des Druckbehältnisses mit mehr als 200 Sprühstößen konstant. Die Inhalation sei mit einem solch modernen, FCKW-freien Gerät recht einfach, sagte der Pneumologe.

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