COPD

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Modul: Übersicht COPD - Diagnostik, Prävention und Therapie

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Ärzte Zeitung, 25.06.2007

Kortikosteroid-Therapie bei Bedarf hält leichtes Asthma in Schach

Fixkombination mit Beclometason plus Salbutamol getestet / Studie mit 455 Patienten

FERRARA (ner). Ist bei Patienten mit leichtem persistierenden Asthma die Dauertherapie mit einem inhalativen Kortikosteroid möglicherweise unnötig? Darauf deuten die Ergebnisse einer aktuellen italienischen Studie.

Für Patienten mit persistierendem Asthma genügt die Bedarfstherapie mit rasch wirksamen Beta-2-Agonisten nicht. Sie sollten auch Kortikoide inhalieren. Foto: iku

In einem Direktvergleich erwies sich die noch nicht erhältliche fixe Kombination von Beclometason und Salbutamol zur Bedarfsmedikation als ähnlich effektiv wie die tägliche Dauertherapie mit dem Kortikosteroid plus der Bedarfstherapie mit dem rasch wirksamen Beta-2-Mimetikum. Um die Atemwegsentzündung in Schach zu halten, wird die tägliche Inhalation eines Kortikosteroids auch bei Patienten mit nur leichtem persistierenden Asthma (mehrmals wöchentlich Symptome, aber nicht täglich) empfohlen.

Hinzu kommt ein rasch wirksamer Beta-2-Agonist als Bedarfsmedikation. Eine Fixkombi mit Beclomethason plus Salbutamol bei Bedarf erhält die Lungenfunktion nach den Ergebnissen einer von Chiesi unterstützten Phase-III-Studie jedoch ebenso gut wie die tägliche Steroidtherapie (NEJM 356, 2007, 2040) plus Bedarfstherapie mit dem Beta-2-Agonisten. Zudem wird weniger Kortison benötigt, wie Dr. Alberto Papi von der Universität in Ferrara und sein Team berichten.

Es wurden 455 Erwachsene mit leichtem persistierendem Asthma sechs Monate lang behandelt. Es gab vier Optionen: zweimal täglich eine Placebo-Inhalation plus eine inhalative Fixkombi mit Beclometason und Salbutamol bei Bedarf; oder zweimal täglich Beclometason plus Salbutamol bei Bedarf; oder zweimal täglich eine Placebo-Inhalation plus Salbutamol bei Bedarf; oder zweimal täglich eine Fixkombi mit Beclometason und Salbutamol sowie Salbutamol bei Bedarf. Primärer Endpunkt der Studie war die maximale expiratorische Flussrate am Morgen (PEF).

Die wesentlichen Ergebnisse: Die PEF betrug bei den Patienten, die eine Bedarfs-Kombitherapie mit Beclometason plus Salbutamol erhalten hatten, 433 bis 442 l/min. Sie unterschied sich damit nicht signifikant von den PEF-Werten bei den Patienten, die Salbutamol bei Bedarf und zusätzlich eine Dauertherapie mit dem Kortikoid oder die Fixkombi Beclometason / Salbutamol erhielten. Die Patienten, die nur eine Bedarfstherapie mit Salbutamol bekamen, schnitten mit einem PEF-Wert von nur 428 l/min am schlechtesten ab.

Mit der Bedarfs-Kombitherapie kam es zu 38 Exazerbationen, jedoch bei jeweils 83 der Patienten, die nur Salbutamol zur Bedarfstherapie oder Salbutamol bei Bedarf sowie eine Dauertherapie mit Salbutamol plus Beclometason bekamen. Bei täglicher Kortikoidtherapie plus Inhalation von Salbutamol bei Bedarf gab es 33 Exazerbationen.

STUDIE IN KÜRZE

Teilnehmer: Patienten mit leichtem persistierenden Asthma

Medikation: täglich entweder Placebo plus Fixkombi bei Bedarf (250 µg Beclometason und 100 µg Salbutamol); oder 250 µg Beclomethason plus 100 µg Salbutamol bei Bedarf; oder Placebo plus 100 µg Salbutamol bei Bedarf; oder Fixkombi Beclometason / Salbutamol plus 100 µg Salbutamol bei Bedarf.

Ergebnis: maximale expiratorische Flussrate am Morgen (PEF) mit Fixkombi bei Bedarf ähnlich wie Salbutamol bei Bedarf plus Dauertherapie mit Kortikoid oder Fixkombi. (eb)

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