Ärzte Zeitung, 10.07.2007

Zur Sommer-Akademie ...Gute Asthmakontrolle - Mit neuer Leitlinie ist das keine Zauberei

Tabelle hilft bei Krankheitskontrolle / Rauchen als Risikofaktor bestätigt

NEU-ISENBURG (ikr). Asthma-Therapie muss eine konsequente Therapie sein. Nicht nur, um Symptome zu lindern und Asthma-Anfälle zu vermeiden. Sondern auch, um zu verhindern, dass Asthma schwerer wird.

"Wir wissen mittlerweile, dass manche Patienten, bei denen wir das Asthma langfristig nicht gut im Griff haben, im Laufe der Zeit in höhere Schweregrade der Krankheit hineinrutschen, die Krankheit also weiter fortschreitet", sagt etwa Professor Roland Buhl aus Mainz. Eine breite Palette von Asthma-Mitteln, die wir in der heutigen Sommer-Akademie vorstellen, macht eine gute Krankheitskontrolle möglich.

Klare Kriterien für ein kontrolliertes Asthma liefert eine Tabelle, die Bestandteil der neuen internationalen Leitlinie der Global Initiative for Asthma (GINA) ist. Danach ist die Krankheit gut unter Kontrolle, wenn unter anderem die körperliche Belastbarkeit der Patienten nicht eingeschränkt ist und Beschwerden tagsüber höchstens zweimal pro Woche und nachts überhaupt nicht auftreten.

Um die Therapie bei Asthma weiter zu verbessern, werden viele neue Ansätze in Studien geprüft. Ein vielversprechender ist der Verzicht auf die Dauertherapie bei leichtem persistierendem Asthma.

Intensiv geforscht wird auch im Bereich der Prävention. Wie sehr es sich lohnt, Jugendliche vom Rauchen abzuhalten, belegt eine neue Studie mit fast 3000, jetzt 17 Jahre alten Jugendlichen. Innerhalb von sieben bis acht Jahren wurde bei 4,7 Prozent der Raucher die Diagnose Asthma gestellt, aber nur bei 1,6 Prozent der Nichtraucher. Von denen, die bereits vier Jahre oder länger rauchten, hatten sogar 7,3 Prozent Asthma und von denen, die mehr als zehn Zigaretten pro Tag rauchten, 6,5 Prozent (Allergo J 16, 2007, 103).

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