COPD

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Ärzte Zeitung, 29.04.2008

Charité vernetzt sich bei Asthma mit Niedergelassenen

Vorbildfunktion für weitere Netzwerke in Deutschland

BERLIN (gvg). Das Allergie-Centrum der Charité Berlin wird sich für die Versorgung von Patienten mit schwerem allergischem Asthma (SAA) eng mit niedergelassenen Ärzten vernetzen. Das Projekt soll der Startschuss für mehrere ähnlich strukturierte Netze in ganz Deutschland sein.

Das "Netzwerk SAA Berlin/Brandenburg" wird sich explizit um Patienten mit schwerem allergischem Asthma kümmern, bei denen die niedergelassenen Kollegen trotz Intensivierung der Therapie keine zufrieden stellende Lebensqualität erreichen. "Von diesen Patienten gibt es in einer typischen Hausarztpraxis vielleicht einen im Jahr", betonte Professor Eckard Hamelmann, Asthma- und Allergieexperte an der Charité, bei einer Veranstaltung in Berlin.

Solche Patienten sollen die niedergelassenen Kollegen künftig für eine einmalige Diagnostik und Therapieempfehlung an die Charité schicken. Die Weiterbetreuung erfolgt dann durch den behandelnden Arzt. Nach sechs Monaten und noch einmal nach einem Jahr erfolgt eine gemeinsame Evaluation des Behandlungserfolgs, wie Professor Karl-Christian Bergmann, ebenfalls von der Charité Berlin, berichtete.

Erster Schritt eines Vernetzungsprojekts

"Wir wollen den Niedergelassenen keinesfalls Patienten wegnehmen sondern lediglich dazu beitragen, dass Patienten angemessen versorgt werden, die so selten sind, dass in nicht-spezialisierten Praxen kaum Erfahrung mit ihnen besteht", sagte Bergmann. Das Allergie-Centrum der Charité Berlin biete Diagnostik mit allen wissenschaftlich gesicherten Diagnoseverfahren, einschließlich der sehr aufwändigen doppelblinden Provokationstestung.

Finanzielle und logistische Unterstützung für das "Netzwerk SAA Berlin/Brandenburg" kommt von dem Unternehmen Novartis.

Wie Dr. Hari Krishnan vom Unternehmen betonte, ist das "Netzwerk SAA Berlin/Brandenburg" nur der erste Schritt eines Vernetzungsprojekts, an dessen Ende bundesweit entsprechende Angebote verfügbar sein sollen. Mittlerweile hätten bereits etwa 20 weitere Allergiezentren in Deutschland Interesse an dem Projekt angemeldet.

Ansprechpartner für das Netzwerk SAA ist Professor Karl-Christian Bergmann. Der Kollege ist erreichbar unter Tel.: 0 30/4 69 99 52 68 oder Tel.: 01 71/1 93 45 08.

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