COPD

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Ärzte Zeitung online, 04.08.2011

Lachen ist gesund - auch bei COPD?

Ja, Lachen ist gesund. Oder vielleicht doch nicht so ganz? Zumindest bei COPD wollten Forscher die Frage jetzt beantworten - mit nicht ganz eindeutigem Ergebnis.

Lachen ist gesund - auch bei COPD?

Lachen: Gut oder schlecht bei COPD?

© Scott Griessel / panthermedia

CHICAGO (mal). Humorvolle COPD-Patienten haben seltener Phasen depressiver Stimmung, weniger Ängste und überhaupt eine bessere Lebensqualität als andere COPD-Kranke, melden jetzt Forscher um Professor Kim Lebowitz von der Northwestern University in Chicago (Heart Lung 2011; 40 (4): 310).

Wobei, das ist einzuräumen, letztlich unklar ist, welcher der beiden Parameter - Humor und Stimmung - denn nun Henne und welcher Ei ist.

Bestätigt haben die Forscher diese eigentlich auch erwartete Erkenntnis in einer Studie bei 46 COPD-Kranken im mittleren Alter von 67 Jahren. In der Studie ging es aber auch darum: Was passiert eigentlich bei Lachanfällen in der Lunge von COPD-Kranken?

Um diese Frage zu klären, durften 22 der 46 Studienteilnehmer halbstündige Videos angucken - lustige Filme oder neutrale Dokumentationen.

Humor ja, lautes Lachen nein?

Hier der Wermutstropfen in den sonst positiven Studienergebnissen: COPD-Kranke, die lauthals lachten, hatten zumindest kurzfristig danach eine schlechtere Lungenfunktion als ernst gestimmte COPD-Kranke. Beim lauten Lachen, so Lebowitz, werde stärker als normal eingeatmet.

Lungenfunktionstests bei den 22 Patienten, die Videos angesehen hatten, ergaben so auch bei COPD-Kranken, die beim Gucken viel gelacht hatte, höhere Restvolumina als bei COPD-Patienten, die neutrale Videos gesehen hatten - Zeichen einer schlechteren Lungenfunktion.

Natürlich, so betont Lebowitz, handele es sich hier um die Situation kurz nach Lachanfällen. Bisher sei unklar, wie lange der Effekt von Lachanfällen auf die Lungenfunktion anhalte, ob es kumulative Effekte und so auch langfristige negative Auswirkungen gibt.

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