COPD

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Ärzte Zeitung, 02.02.2012

Apps im Gesundheitswesen

Asthma App erleichtert Arzt-Patienten-Kommunikation

Mit dem "AsthmaCheck" können Patienten ihren Asthmaverlauf im Blick behalten und ihre Daten direkt an den Arzt senden.

Asthma App erleichtert Arzt-Patienten-Kommunikation

NEU-ISENBURG (mn). Patienten mit Asthma, die ihre Therapie kontrollieren und dokumentieren wollen, können dies jetzt mit der App "AsthmaCheck". Der Patient kann mit wenigen Eingaben seine Krankheit im Blick behalten und bei Veränderungen frühestmöglich seinen Arzt aufsuchen.

Außerdem soll die App die Kommunikation zwischen Arzt und Patient erleichtern, indem der Patient seinen Asthmaverlauf dem Arzt regelmäßig per E-Mail übermittelt.

Asthma App erleichtert Arzt-Patienten-Kommunikation

In einer Verlaufsgrafik werden die Werte angezeigt.

© privat

Die App ist erhältlich für Smartphones und iPad und wurde speziell von Lungenärzten entwickelt und vom UCB Atemwegs-Team unterstützt.

Als Erstes kann der Patient beim AsthmaCheck unter dem Menüpunkt "Optionen" seine persönlichen Daten eingeben und angeben, ob er Sportler oder Raucher ist. Auch lässt sich eine Benachrichtigungsfunktion einrichten: so erinnert die App beispielsweise an die Medikamenteneinnahme oder an die nächste PeakFlow-Messung.

Mit einem Fingertipp an Arzt senden

Unter "Checks" können Patienten den Namen und die E-Mail-Adresse des behandelnden Arztes eingeben und so mit einem Fingertipp den AsthmaCheck an ihren Arzt senden. Außerdem können sie dort anhand eines Fragenkatalogs regelmäßig ihren Asthmaverlauf kontrollieren.

Der Katalog ist von der Welt Asthma Organisation (GINA) zur optimalen Symptomkontrolle entwickelt worden. Der Patient wählt "Neuer Check" an und beantwortet fünf Fragen zu seinem Asthmaverlauf. Das Ergebnis kann er dann direkt an seinen behandelnden Arzt schicken. So haben auch Ärzte den Asthmaverlauf ihres Patienten im Blick.

Unter dem Menü "PeakFlow" lässt sich eine Peakflow-Messung eingeben (Geschwindigkeit der Luft beim Ausatmen). Das jeweilige Datum ist dafür bereits voreingestellt. Zudem kann der Patient hinzufügen, ob er ein Medikament benötigt hat, Beschwerden vorlagen, er Sport gemacht oder Zigaretten konsumiert hat. Persönliche Notizen sind ebenfalls möglich.

AsthmaCheck

Preis: kostenlos

Speicherplatz: 1.9 MB

Sprache: Deutsch, Englisch

Anforderung: iOS-Version 3.0 oder neuer. Android-Version 2.1 oder höher.

Zum Download: Appstore oder Android Market

Unter diesem Menüpunkt wird außerdem der Verlauf der Beschwerden aufgeführt sowie ein Kalender und eine Statistik mit dem besten, dem schlechtesten und dem durchschnittlichen Wert. Im Verlauf wird die Entwicklung mithilfe einer Grafik angezeigt, der die Werte mit Ampelfarben hinterlegt.

Die Werte im grünen Bereich weichen um weniger als 20 Prozent vom persönlichen Bestwert ab. Im gelben Warnbereich liegen Werte, die um mehr als 20 Prozent vom persönlichen Bestwert abweichen. Dies sollte für den Patienten Anlass sein, die mit seinem Arzt besprochenen Maßnahmen im Falle einer Verschlechterung zu ergreifen.

Sollten die Werte im roten Alarmbereich liegen, also der Peakflow um mehr als 50 Prozent vom persönlichen Bestwert abgefallen sein, sollte der Patient unabhängig von Beschwerden ärztliche Hilfe suchen.

Auf den ersten Blick erscheint die App ein wenig unübersichtlich, da sie mit einem Menü startet, das sich dem Nutzer nicht sofort erschließt. Nach wenigen Minuten Beschäftigung mit dem "AsthmaCheck" ist die App jedoch selbsterklärend und einfach in der Bedienung.

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