Direkt zum Inhaltsbereich

Tiotropium bei Asthma-Patienten im Test

Tiotropium hat sich in der COPD-Therapie fest etabliert. Nun wird das Mittel in klinischen Studien bei Asthma geprüft.

Veröffentlicht:

BAD REICHENHALL (feb). Das langwirksame Anticholinergikum Tiotropium (Spiriva®) feiert Geburtstag: Seit zehn Jahren ist das Anticholinergikum für die Therapie von Patienten mit chronisch-obstruktiver Atemwegserkrankung (COPD) zugelassen.

Tiotropium hat in dieser Zeit maßgeblich zur verbesserten Versorgung von COPD-Patienten beigetragen. Und das Medikament hat sich innerhalb des Behandlungsspektrums bei COPD mittlerweile fest etabliert.

In vielen Studien hat Tiotropium seinen Nutzen immer wieder unter Beweis gestellt. In der wegweisenden UPLIFT-Studie, die knapp 6000 Patienten über einen Zeitraum von vier Jahren beobachtete, besserte sich nicht nur die Lungenfunktion signifikant.

Auch die Lebensqualität der Patienten, gemessen anhand des SGRQ (St. George´s Respiratory Questionnaire), erhöhte sich. Und die Exazerbationshäufigkeit pro Patientenjahr ging um etwa 14 Prozent zurück.

Die POET-COPD®-Studie zeigte bei über 7000 Patienten den Vorteil der einmal täglichen Anwendung von Tiotropium gegenüber einer zweimal täglichen Salmeterol-Applikation in Hinblick auf die Exazerbationen.

Das langwirksame Anticholinergikum verlängerte die Zeit bis zur ersten mittelschweren oder schweren Exazerbation signifikant mit einer Risikoreduktion von 17 Prozent. Das Risiko einer ersten schweren Exazerbation ging um 28 Prozent zurück.

"Das spricht nicht gegen Salmeterol, sondern eher pro Tiotropium und rundet das Bild ab", kommentierte Professor Roland Buhl aus Mainz bei einer Veranstaltung von Boehringer Ingelheim in Bad Reichenhall.

Nun geht es auf zu neuen Ufern. In der Entwicklung befindet sich eine Fixkombination von Tiotropium mit dem langwirksamen Betamimetikum Olodaterol - mit ersten vielversprechenden Ergebnissen.

Auch eine Indikationserweiterung könnte ins Haus stehen: Das Potential von Tiotropium bei Asthma wird bereits in einem umfangreichen Phase-III-Studienprogramm untersucht.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Änderungen aus dem GOLD-Update

Neues Vorgehen bei COPD: Proaktiv statt reaktiv!

Das könnte Sie auch interessieren
50 Jahre Jung-Preis

© Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung

50 Jahre Jung-Preis

Freiheit als Voraussetzung für medizinischen Fortschritt

Anzeige | Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung
Kommentare
Sonderberichte zum Thema

T2D-Therapie jetzt auch mit Semaglutid 2 mg

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novo Nordisk Pharma Gmbh, Mainz
Abb. 1: Empagliflozin reduzierte auch bei niedriger Ausgangs-eGFR die Progression der chronischen Nierenkrankheit (Test für Heterogenität/Trend: a) 12=0,06, p=0.81; b) 12=6,31, p=0,012)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [6]

Chronische Nierenkrankheit

SGLT2-Inhibition: Nephroprotektiv auch bei stark erniedrigter eGFR

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Ko KG, Ingelheim am Rhein
Abb. 2: Sekundärer Endpunkt der BOREAS-Studie: Veränderung der Lungenfunktion unter Dupilumab versus Placebo

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Typ-2-Inflammation bei COPD

Bessere Lungenfunktion und mehr Lebensqualität durch IL-4/-13-Hemmung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Berlin, und Regeneron GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Krisenresilienz

Stromausfall in Reutlingen: Eine Ärztin schildert ihre Erfahrungen

Fußball-Weltmeisterschaft

WM-Kolumne: Wie das Hotel die Leistungsfähigkeit im Spiel beeinflusst

Lesetipps
In der Schwangerschaft soll eine medikamentöse Blutdrucktherapie ab Werten 140/90 mmHg initiiert werden.

© Dragana Gordic - stock.adobe.com

Gestationshypertonie und Co.

Bluthochdruck in der Schwangerschaft: So gehen Sie therapeutisch vor