COPD

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Modul: Übersicht COPD - Diagnostik, Prävention und Therapie

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Ärzte Zeitung online, 10.02.2014

COPD

Wachstumsfaktor schützt vor Schäden der Bronchialbarriere

Zigarettenrauch schädigt die Bronchialbarriere. Das Wachstumshormon TGF-beta 1 trägt in einer frühen Phase nach der Zellschädigung dazu bei, sie aufrecht zu erhalten. Forscher sehen einen neuen Therapieansatz bei Lungenkrankheiten wie COPD.

NEUHERBERG. Wissenschaftler des Helmholtz Zentrums München haben beobachtet, dass das Wachstumshormon TGF-beta 1 (Transforming growth factor beta 1) eine wichtige Rolle bei der Regeneration der Bronchialbarriere nach Schädigung durch Zigarettenrauch spielt (Am J Respir Cell Mol Biol 2013; online 20. Dezember).

Luftschadstoffe wie Zigarettenrauch schädigen bekanntlich die oberflächlichen Epithelzellen der Lunge, die die natürliche Barriere für Schadstoffe darstellen, erinnert das Helmholtz Zentrum München in einer Mitteilung.

Dadurch haben krankheitserregende Stoffe einen leichten Zutritt in den Körper und rufen Entzündungen und chronische Erkrankungen wie COPD hervor.

Dem Wachstumsfaktors TGF-beta 1 habe man bisher eher einen krankheitsfördernden Einfluss zugeschrieben, heißt es in der Mitteilung.

"Wir konnten erstmals zeigen, dass TGF- beta 1 in der frühen Phase nach Zellschädigung durch Zigarettenrauch einen positiven Einfluss auf die Aufrechterhaltung der epithelialen Lungenbarriere hat", wird Professor Oliver Eickelberg zitiert, Direktor des Instituts für Lungenbiologie (iLBD) am Helmholtz Zentrum München und Leiter des CPC (Comprehensive Pneumology Center), einem Verbundprojekt des Helmholtz Zentrum München mit dem Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Lässt sich der Schutzmechanismus reaktivieren?

TGF-beta 1 könne durch diese natürliche Schutzfunktion Krankheiten wie COPD zwar nicht verhindern. Die Hoffnung bestehe aber darin, zu versuchen, diesen Schutzmechanismus auch bei fortgeschrittener Krankheit zu reaktivieren.

"Auf diesem Weg eröffnet sich uns ein neuer Therapieansatz für beispielsweise COPD", erklärt Eickelberg in der Mitteilung des Forschungszentrums.

"Die Erkenntnisse sind ein weiterer Schritt bei der Entwicklung von wirkungsvollen Behandlungsmethoden für Patienten mit Lungenerkrankungen". (eb)

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