Ärzte Zeitung, 26.10.2015

Asthma/COPD

Einfache Bedienung von Inhalator punktet

Fehler bei der Benutzung der Inhalatoren und ungenügende Adhärenz können die Asthma/COPD-Therapie beeinträchtigen. Einfach zu bedienende Geräte , die von den Patienten akzeptiert werden sollten daher bevorzugt werden.

AMSTERDAM. Bis zu 80 Prozent der Asthma- und COPD-Patienten wenden ihr Inhalationsgerät falsch an, erinnerte Professor Gary Wong, Pädiater an der Universität Hongkong. Dies sei ein wesentlicher Grund für die häufig zu schlechte Asthmakontrolle, nicht selten vergesellschaftet mit ungenügender Therapieadhärenz.

Mit zunehmenden Alter würden Inhalationsfehler immer häufiger, so Wong bei einer Veranstaltung im Rahmen der Jahrestagung der European Respiratory Society (ERS). Zur Verbesserung der Situation könnten einfach zu bedienende Inhalationsgeräte beitragen.

Die Wahl des richtigen Devices sei für den Erfolg einer inhalativen Therapie überaus bedeutend, sagte Professor Christian Virchow, Pneumologe am Universitätsklinikum Rostock bei der von TEVA unterstützten Veranstaltung.

"Unterschiede zwischen einzelnen Devices können viel bedeutender sein als Unterschiede zwischen Präparaten aus der gleichen Wirkstoffklasse", ergänzte sein Kollege Professor Richard Dekhuizen, Universitätsklinikum Nimwegen/Niederlande.

Die höhere Patientenakzeptanz einfach zu bedienender Inhalationsgeräte verdeutlicht die 12-wöchige, noch unveröffentlichte ASSET-Studie (A Spiromax® Safety and Efficacy Study compared to Turbohaler®) bei 605 Patienten mit persistierendem Asthma.

Verglichen wurde der DuoResp Spiromax® mit Budesonid/Formoterol, dessen Handhabung als besonders einfach gilt (Öffnen der Verschlusskappe - Inhalieren - Schließen), mit dem Turbohaler® mit der gleichen Wirkstoffkombination, der etwas aufwendiger zu bedienen sei, berichtete Virchow.

In der Spiromax®-Gruppe zeigten nach 12 Wochen deutlich mehr Patienten Bereitschaft, die Therapie fortzusetzen. Außerdem gaben mehr als 300 Patienten an, dieses Inhalationsgerät zu bevorzugen, nur 118 Patienten sprachen sich für das Vergleichsmodell aus.

In einem weiteren Vergleich beider Trockenpulver-Inhalatoren (DPI), der ELIOT-Studie (Easy Low Instruction Over TIME) bei insgesamt knapp 500 Asthma-Patienten sei außerdem belegt worden, dass Patienten der Spiromax®-Gruppe weniger Fehler machten, berichtete Dekhuizen. (rf)

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