Ärzte Zeitung, 15.09.2004

Quarantäne nach Sars - Betroffene häufig depressiv

NEU-ISENBURG (Smi). Die Massenquarantäne in Folge der Ausbreitung von Sars im vergangenen Jahr hat für die Betroffenen ernsthafte psychische Auswirkungen gehabt. Das hat einem Bericht der "Welt" zufolge jetzt ein Team von kanadischen Wissenschaftlern der Universität Toronto in einer Studie herausgefunden.

Vor anderthalb Jahren sind weltweit 8098 Menschen am schweren akuten Atemwegssyndrom erkrankt, 744 Patienten starben daran. Am stärksten betroffen waren China und der Großraum Toronto. Dort wurden insgesamt 15 000 Kontaktpersonen unter Quarantäne gestellt.

Die Forscher befragten jetzt 129 der damals Betroffenen, darunter 86 Mitarbeiter aus dem Gesundheitswesen, zu den psychischen Folgen der im Durchschnitt zehntägigen Quarantäne-Maßnahmen. 29 Prozent der Betroffenen entwickelten ein posttraumatisches Streßsyndrom, 31 Prozent Formen einer Depression.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »