Ärzte Zeitung, 15.05.2007

Neue künstliche Lunge schont die Blutzellen

REGENSBURG (dpa). Ärzte der Regensburger Universitätsklinik haben nach eigenen Angaben weltweit erstmals eine neuartige künstliche Lunge implantiert, und zwar einer 38-jährigen Frau.

Das Gerät übernehme dauerhaft alle Lungenfunktionen, so Dr. Franz-Xaver Schmid. Herkömmliche Herz-Lungen-Maschinen könnten dies zwar auch, bei ihnen würden jedoch wegen der höheren mechanischen Belastung nach einigen Tagen Blutbestandteile, zum Beispiel Erythrozyten und Gerinnungsfaktoren, zerstört.

Das Gerät werde an der Lungenschlagader und am linken Herzvorhof angeschlossen, so Schmid. Das System benötigt keine zusätzliche Pumpe, sondern nutzt lediglich den natürlichen Druck des Blutes - und ist deshalb schonender. Das Lungenunterstützungssystem ist zwölf Mal zwölf Zentimeter groß.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »