Ärzte Zeitung, 11.05.2009

Stressecho und Spiroergometrie decken PAH auf

MANNHEIM (eim). Für Patienten, die an pulmonaler arterieller Hypertonie (PAH) leiden, ist eine frühzeitige Diagnose lebenswichtig. Neue Untersuchungen sprechen für den hohen Stellenwert von Belastungsuntersuchungen wie Stressechokardiografie und Spiroergometrie.

Bei bis zu 80 Prozent der PAH-Patienten erfolgt die Diagnose erst im Krankheitsverlauf im NYHA-Stadium III oder IV. "Die Diagnostik ist nicht einfach, weil die Erkrankung selten und die Symptome in der Anfangsphase diskret und unspezifisch sind. Ärzte denken in erster Linie nicht an eine PAH, da es keinen Prototyp gibt" sagte der Leipziger Pneumologe Dr.  Jörg Winkler beim Pneumologen-Kongress in Mannheim.

Fehlinterpretationen von Symptomen und Befunden führen ebenfalls zu erheblicher Zeitverzögerung. Bei der frühen Identifizierung kann Screening effektiv sein, so Winkler. Der Verdacht einer PAH sollte mit Stressechokardiografie und Spiroergometrie geklärt werden. Sie eignen sich zur Optimierung der Sensitivität von Ruheuntersuchungen und zur Einordnung grenzwertiger Ruheuntersuchungsbefunde. Biomarker wie NT-pro-BNP führen zu keiner wesentlichen Verbesserung in der Erstdiagnostik. In der Praxis erfordert die Frühdiagnostik besondere Qualitätsanforderungen. Pneumologen fordern eine noch bessere Zusammenarbeit mit Kardiologen und anderen Fachdisziplinen und Vernetzung ambulanter und stationärer Versorgung.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Adiopositas-Op nötig, aber Kasse will nicht zahlen

Wenn der Antrag eines Adipositas-Patienten auf eine bariatrische Operation abgelehnt wird, bringt das Ärzte in eine schwierige Situation. Denn oft verschlechtert sich der Zustand des Betroffenen. mehr »

9 wichtige Forderungen, Analysen, Informationen

Fleißige Delegierte: In Freiburg wurde wieder eine große Palette an Themen abgearbeitet. mehr »

Immer mehr Nichtraucher erkranken an Lungenkrebs

In US-Kliniken tauchen immer häufiger Nichtraucher mit Lungenkrebs auf, vor allem Frauen sind betroffen. Das könnte am Passivrauchen liegen. mehr »