Ärzte Zeitung online, 20.01.2010
Feinstaub - winzige Teilchen mit großer Wirkung
DESSAU/HAMBURG (dpa). Der Feinstaub in der Großstadtluft stammt vor allem aus Dieselruß, Heizungen und Industrieanlagen. Die Partikel sind so klein, dass sie in Nase und Rachen nicht hängen bleiben, sondern ungehindert in die Lunge gelangen. Dort können sie Entzündungen, Asthma und sogar Krebs auslösen.
Laut einer EU-Studie sterben europaweit jährlich rund 310 000 Menschen an den Folgen von Feinstaub - davon 65 000 in Deutschland.
Seit 2005 sollen laut einer EU-Richtlinie in einem Kubikmeter Luft höchstens 50 Mikrogramm sogenannter PM-10-Partikel vorkommen. Das sind Teilchen mit einem Durchmesser von weniger als 10 Mikrometern (0,01 Millimetern). An höchstens 35 Tagen im Jahr darf dieser Grenzwert überschritten werden.
Die Städte, die für die Einhaltung der Grenzwerte verantwortlich sind, haben unter anderem mit Einschränkungen für den Verkehr in den Innenstädten reagiert - mit sogenannten Umweltzonen, in denen nur schadstoffarme Fahrzeuge mit einer Plakette fahren dürfen.
Kritiker bemängeln aber, dass das Problem so nicht gelöst, sondern lediglich in die Randbezirke verlagert werde. Außerdem trägt der Innenstadt-Verkehr nur rund 20 bis 30 Prozent zur Feinstaubbelastung bei.
Lesen Sie dazu auch:
Luftqualität in Deutschlands Städten immer noch unbefriedigend

Weitere Beiträge
Weitere Top-Meldungen
[19.03.2010]
Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen für Arzneimittel und Impfstoffe sind im Januar 2010 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,6 Prozent auf 2,314 Milliarden Euro gesunken. Ein Motor der Entwicklung war im Januar der teilweise stark rückläufige Markt für Präparate gegen grippale Infekte oder Erkältungskrankheiten.
mehr »
[19.03.2010]
Teva, die Nummer eins im weltweiten Generikamarkt, übernimmt den deutschen Wettbewerber ratiopharm aus Ulm. Das teilten die Unternehmen am Donnerstag mit. Der Verkaufspreis beträgt 3,625 Milliarden Euro.
mehr »
[19.03.2010]
Die Kapitaldeckung in der PKV soll eigentlich vor übermäßig steigenden Prämien im Alter schützen. Genau das tut sie nicht. Der Grund: Es gibt keinen Wettbewerb im Versichertenbestand. Motor der Geschäftspolitik ist die Risikoselektion.
mehr »