Ärzte Zeitung, 07.07.2016

Forschung

Gen für die Pathogenese von Lungenleiden entdeckt

GÖTTINGEN. Lungenkrankheiten wie COPD geben Forschern viele Rätsel auf. Atemluft kann dabei knapp werden, wenn Flimmerhärchen in den Atemwegen ihre Aufgabe nicht mehr erfüllen. Wie genau es auf Ebene der Gene zu einem Defekt der Flimmerhärchen kommt, war bisher weitgehend unklar.

Forscher aus Göttingen haben jetzt einen zentralen molekularen Faktor gefunden, der die Bildung der Flimmerhärchen in den Atemwegen kontrolliert, teilt die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) mit. Das Protein p73 in Zellen reguliert dabei ein Netzwerk von Genen, das für die Bildung der Härchen verantwortlich ist (Genes Dev. 2016; online 2. Juni). Die Erkenntnisse könnten dazu beitragen, Ursachen für Lungenleiden besser zu verstehen, so die UMG. (eb)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »