Ärzte Zeitung online, 16.10.2009

Hoffnung für Blinde durch künstliche Hornhaut

POTSDAM (dpa). Potsdamer Wissenschaftler haben eine künstliche Hornhaut entwickelt, die jetzt erstmals erfolgreich einem blinden Patienten eingepflanzt wurde. "Seine Sehkraft ist deutlich stärker als vorher", sagte der Chemiker Joachim Storsberg vom Fraunhofer Institut für Angewandte Polymerforschung der dpa am Freitag.

Er bestätigte damit einen Bericht der Zeitung "Die Welt" vom Freitag. Vor acht Wochen sei die Hornhaut einem Patienten in der Universitätsklinik für Augenheilkunde Halle (Saale) implantiert worden.

Die relativ einfach herzustellende Prothese ist Storsberg zufolge eine Alternative zu raren Spenderhornhäuten, auf die jährlich in Deutschland etwa 7000 Patienten warten. Die künstliche Hornhaut ist Ergebnis des von der EU geförderten Forschungsprojekts "Cornea", in dem seit 2005 mehrere Partner kooperieren. Sollten weitere Tests erfolgreich laufen, sei Mitte 2010 damit zu rechnen, dass das Produkt auf den Markt komme, sagte Projektsprecher Georg Langstrof.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Welche Stoffe in Energy-Drinks wirken auf Herz und Kreislauf?

Energy-Drinks haben eine durchschlagende Wirkung: Es kommt zu signifikanten Verlängerungen des QTc-Intervalls, und der systolische Blutdruck ist erhöht. Möglicherweise ist dafür nicht nur das Koffein verantwortlich. mehr »

Das war der Ärztetag 2017 in Bildern

Das war er nun, der 120 Ärztetag in Freiburg. Unsere Bildergalerie zeigt die schönsten, spannendsten Momente des viertägigen Kongresses. mehr »

Grünes Licht für GOÄ-Reformprozess

Der Deutsche Ärztetag hat den Verhandlungsführern für die GOÄ-Reform am Donnerstagabend grünes Licht für den weiteren Novellierungsprozess gegeben. mehr »