Ärzte Zeitung, 18.07.2016

Ophthalmologie

Adalimumab bringt Uveitis unter Kontrolle

Die Optionen einer Pharmakotherapie bei Uveitis sind erweitert worden.

LUDWIGSHAFEN. Adalimumab (Humira®) hat die Zulassung bei nicht-infektiöser Uveitis intermedia, Uveitis posterior und Panuveitis erhalten. Die Zulassung schließt eine Therapielücke für Patienten, die nur unzureichend auf Steroide angesprochen haben, eine steroidsparende Therapie benötigen oder für die Kortikosteroide nicht geeignet sind. "Adalimumab eröffnet neue Möglichkeiten in der Uveitis-Therapie", betonte Professor Arnd Heiligenhaus, St. Franziskus Hospital in Münster, bei einer vom Unternehmen AbbVie unterstützten Veranstaltung in Ludwigshafen.

Die Studien VISUAL I und II belegen das gute Wirksamkeits- und Sicherheitsprofil von Adalimumab bei aktiver wie auch bei kontrollierter, steroidabhängiger nicht-infektiöser Uveitis intermedia, Uveitis posterior und Panuveitis.

VISUAL I wurde bei 217 Patienten mit aktiver Uveitis durchgeführt, bei denen trotz hoher Kortisondosen keine Krankheitskontrolle erreicht werden konnte. Mehr als ein Drittel der Patienten mit Adalimumab blieben bis zum Studienende nach 80 Wochen unter Kontrolle, verglichen mit etwa einem Zehntel der Patienten unter Placebo. Durchschnittlich konnte unter Adalimumab eine um elf Wochen längere Krankheitskontrolle (24 Wochen versus 13 Wochen) erzielt werden. "Patienten unter Adalimumab-Therapie profitieren von einer engen Zusammenarbeit zwischen dem behandelnden Ophthalmologen und einem in der Biologika-Therapie erfahrenen Rheumatologen", so Professor Markus Gaubitz, Konsiliararzt Rheumatologie am Münsteraner St. Franziskus Hospital. (ggi)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »