Ärzte Zeitung, 19.01.2004

Hirnliga-Preis für die Beschreibung eines Biomarkers

BERLIN (gvg). Die Ärzte Privatdozent Harald Hampel und Dr. Katharina Bürger von der Psychiatrischen Klinik der Ludwig-Maximilians-Universität München haben einen möglicherweise in Zukunft bei der Frühdiagnose der Alzheimer-Erkrankung wichtigen Biomarker charakterisiert. Dafür wurden sie mit dem Forschungspreis der Hirnliga, einer Vereinigung deutscher Alzheimerforscher, geehrt.

Hampel und Bürger konnten belegen, daß der Nachweis von Phosphotau (phosphoryliertes Tau-Protein) im Liquor eine hohe Vorhersagekraft für die Diagnose der Alzheimer-Demenz hat, auch wenn noch keine klinischen Symptome vorliegen.

Vor allem degenerative Veränderungen im Hippocampus lassen sich durch eine Phosphotau-Analyse im Liquor mit hoher Treffsicherheit vorhersagen. Besonders geeignet sei das Protein auch zur Abgrenzung der Alzheimer-Demenz von einer Depression, so die Preisträger auf einer Veranstaltung der Hirnliga in Berlin.

Beim Phosphotau handelt es sich um ein degenerativ verändertes Eiweiß, das normalerweise die Nervenzellfortsätze stabilisiert. Der Hirnliga-Forschungspreis wird jährlich verliehen und ist mit 12 000 Euro dotiert.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So schädlich fürs Herz wie Cholesterin

Depressionen steigern bei Männern das Risiko fürs Herz ähnlich stark wie hohe Cholesterinwerte oder Fettleibigkeit. Das ergab eine aktuelle Analyse der KORA-Studie. mehr »

Den Berg im eigenen Tempo erklimmen

Medizinstudentin Solveig Mosthaf fühlt sich im Studium manchmal, als würde sie einen steilen Berg hinauf kraxeln. Sie wünscht sich mehr Planungsfreiheit – und die Möglichkeit, eigene Wege zu gehen. mehr »

Positive HPV-Serologie bringt bessere Prognose

Bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumor ist eine positive HPV-16-Serologie mit einem verbesserten Überleben assoziiert. Das bestätigt jetzt eine US-Studie. Demnach liegt die Wahrscheinlichkeit für ein Fünf-Jahres-Überleben sogar 67 Prozent höher. mehr »