Ärzte Zeitung, 09.01.2004

"Kein Anlaß für BSE-Warnung"

NEU-ISENBURG (dpa). Bundesverbraucherministerin Renate Künast (Grüne) sieht keinen Anlaß, wegen der Pannen bei BSE-Tests vor dem Verzehr von Rindfleisch zu warnen.

Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland mindestens 510 Rinder ohne den obligatorischen Test auf Rinderwahnsinn geschlachtet. Die Aufklärung dazu sei noch nicht abgeschlossen, sagte Künast. Verbraucherschutz-Staatssekretär Alexander Müller (Grüne) führt die Pannen bei den BSE-Tests auch auf "kriminelle Energie" zurück.

Offenbar seien viele Tiere schwarz geschlachtet worden, ohne Überprüfung der Fleischhygiene. Statistisch betrachtet sei die Wahrscheinlichkeit jedoch "äußerst gering", daß unter den nicht getesteten Rindern auch BSE-kranke Tiere gewesen seien.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Mehr Metastasen

Immer mehr Männer mit Prostatakrebs in den USA haben schon bei der Diagnose Metastasen. Ihr Anteil hat sich fast verdoppelt. Auch die Inzidenz solcher Tumoren nimmt zu. mehr »

Deutsches Defizit

Diabetes-Prävention, Strategien gegen Polypharmazie, digitale Versorgungsangebote: Neue Initiativen gibt es zuhauf. Doch Patienten müssen davon wissen. Genauo daran hapert es aber. mehr »

"Einfache Ersttherapie ist für fast alle Patienten möglich"

Die antiretrovirale Therapie ist bei neu diagnostizierter HIV-Infektion stets angezeigt, und zwar unabhängig vom Stadium der Infektion oder der Helferzellzahl. mehr »