Ärzte Zeitung, 04.08.2004

Pathogene Prionen bestehen nur aus Eiweiß

BALTIMORE/DÜSSELDORF (mut). Forscher um den US-Nobelpreisträger Professor Stanley Prusiner aus Baltimore und Forscher der Universität Düsseldorf haben nun mit einem Experiment bewiesen, daß pathogene Prionen tatsächlich nur aus Eiweiß bestehen.

Bisher ließ sich nicht völlig ausschließen, daß Prionpartikel auch Nukleinsäuren enthalten - etwa gut versteckt in Protein-Agglomeraten. Mit der Arbeit, die jetzt in "Science" (305, 2004, 673) veröffentlicht wurde, dürfte dies widerlegt sein. Mit Hilfe von gentechnisch veränderten Bakterien synthetisierten die Forscher ein Prion-Fragment.

Es ähnelte einem Prion-Abschnitt, wie er bei Menschen mit Gerstmann-Sträußler-Syndrom vorkommt, einer Prionerkrankung, die durch eine genetische Mutation ausgelöst wird. Das künstliche Prionfragment injizierten die Forscher Mäusen. Nach ein bis zwei Jahren bekamen die Tiere eine BSE-ähnliche Erkrankung, die sich wiederum auf andere Mäuse übertragen ließ. Veränderte Prionmoleküle genügen offenbar, um Krankheiten wie BSE und Creutzfeldt-Jakob zu übertragen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Welche Stoffe in Energy-Drinks wirken auf Herz und Kreislauf?

Energy-Drinks haben eine durchschlagende Wirkung: Es kommt zu signifikanten Verlängerungen des QTc-Intervalls, und der systolische Blutdruck ist erhöht. Möglicherweise ist dafür nicht nur das Koffein verantwortlich. mehr »

Grünes Licht für GOÄ-Reformprozess

Der Deutsche Ärztetag hat den Verhandlungsführern für die GOÄ-Reform am Donnerstagabend grünes Licht für den weiteren Novellierungsprozess gegeben. mehr »

"Harte Hand" schadet dem Schulerfolg

Den Lebenswandel eines Kindes kann ein sehr strenges Elternhaus negativ beeinflussen, belegt eine Studie. mehr »