Ärzte Zeitung, 17.09.2008

Mediterran gegen Krebs und Alzheimer

Nutzen der Mittelmeerdiät in Metaanalyse mit 1,5 Millionen Teilnehmern bestätigt

Der griechische Bauernsalat Choriatiki gehört - natürlich ohne Schafskäse - zur gesunden mediterranen Kost.

Foto: Fatman73©www.fotolia.de

FLORENCE (hub). Die klassische mediterrane Ernährung senkt die kardiovaskuläre und die Krebssterberate. Auch die Alzheimer- und Parkinsonrate ist reduziert.

Das hat eine Metaanalyse von zwölf Studien mit insgesamt 1,5 Millionen Menschen ergeben (BMJ online). Das Follow-Up lag zwischen drei und 18 Jahren. Die Ergebnisse bestätigen, was über den Nutzen einer Mittelmeerkost bereits bekannt ist: Die Zahl kardiovaskulärer Erkrankungen nimmt ebenso ab wie die bösartiger Tumoren. Die Ergebnisse im Detail:

  • Die Gesamtsterberate war mit mediterraner Diät um neun Prozent niedriger.
  • Um ebenfalls neun Prozent geringer war die Sterberate durch kardiovaskuläre Ereignisse.
  • Die Mittelmeerkost führte auch zu einer um sechs Prozent verringerten Krebssterberate.
  • Die Rate an Alzheimer- und Parkinson-Erkrankungen war um 13 Prozent geringer.

Eine Mittelmeerkost besteht aus Gemüse, Obst, Hülsenfrüchten, Getreide, Fisch, moderatem Rotweinkonsum und Olivenöl als Fettquelle. Hierfür bekam je einen Punkt, wer in den Studien mehr als der Durchschnitt von dem Produkt verzehrte. Rotes und verarbeitetes Fleisch gehören nicht zur Mittelmeerdiät, auch keine Milchprodukte.

Wer davon weniger als der Durchschnitt konsumierte, bekam ebenfalls einen Punkt. Maximal waren demnach sieben bis neun Punkte möglich. Die Abnahme bei den Sterberaten und Erkrankungen galt für jeweils zwei Punkte Diättreue. Wer sich stärker daran hält, hat also einen noch größeren Nutzen.

Mit Mittelmeerkost ist auch die Parkinsonrate niedriger.

Die Fachgesellschaften lägen also richtig, eine mediterrane Diät zur Prävention chronischer Erkrankungen zu empfehlen. Leider folgten dem zu wenige Patienten, so die Autoren.

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