Ärzte Zeitung online, 21.11.2008

Alzheimer: Neue Substanz im Tierversuch erfolgreich

DÜSSELDORF (dpa). Eine neue Substanz zur Bekämpfung von Alzheimer haben Forscher der Düsseldorfer Heinrich-Heine-Universität und des Forschungszentrums Jülich entwickelt. Im Tierversuch konnten die Wissenschaftler zeigen, dass die neu entwickelte Substanz, das Peptid "D3", die Gehirnleistung von Demenz befallener Mäuse verbessern kann.

Eine "möglichst schnelle" Prüfung der Anwendbarkeit des neuen Stoffes für Menschen sei geplant, teilte die Düsseldorfer Hochschule mit.

Alzheimersche Demenz ist eine bislang unheilbare Erkrankung des Hirns, bei der - mit der Folge von Gedächtnis- und Orientierungsstörungen - die Nerven befallen werden. Weltweit sind 20 Millionen meist ältere Menschen betroffen, alleine in Deutschland gibt es über eine Million Alzheimer-Kranke. In den Gehirnen der Betroffenen lagern sich charakteristischerweise "Alzheimer-Plaques" ab: Eiweißablagerungen, die nach ihrem Hauptbestandteil, dem Amyolid-Beta-Peptid, auch Amyolid-Plaques heißen.

Nach Hochschulangaben ist das von den Forschern gefundene Peptid "D3", eine spezielle Aminosäurenverbindung, in der Lage, Amyolid- Plaques zu "binden". Die Folge: Die Plaques-Ablagerungen in den Gehirnen Dementer lassen sich aufhalten und sogar rückgängig machen. Das hätten Reagenzglasversuche gezeigt, teilte die Universität mit.

Topics
Schlagworte
Demenz (1838)
Panorama (30157)
Krankheiten
Demenz (2943)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Ärzte können künftig Medizinalhanf verordnen

Nach jahrelanger Debatte regelt das Parlament heute den Umgang mit Cannabis als Medizin völlig neu. Krankenkassen müssen künftig die Kosten im Regelfall erstatten. mehr »

Kein Schmerzensgeld für die künstliche Ernährung des Vaters

Das Münchener Landgericht hat die Klage gegen einen Hausarzt, der einen Patienten vermeintlich unnötig lange künstlich ernähren ließ, abgewiesen. Gleichwohl attestierte es einen Behandlungsfehler. mehr »

Droht Briten eine zweite Creutzfeldt-Jakob-Welle?

In Großbritannien ist ein Mann an einer ungewöhnlichen Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung gestorben. Dies nährt Befürchtungen, wonach mehr als 20 Jahre nach der BSE-Krise eine zweite Erkrankungswelle ansteht. mehr »