Ärzte Zeitung, 28.11.2008

IQWiG bestätigt Nutzen von Ginkgo-Extrakt

KARLSRUHE (eb). Das IQWiG hat in seiner Analyse der Studien mit Ginkgo-Extrakt festgestellt: "Patientinnen und Patienten mit Alzheimer-Demenz können von ginkgohaltigen Präparaten profitieren, sofern sie diese in einer hohen Dosierung einnehmen."

Für das Therapieziel "Aktivitäten des täglichen Lebens" sei das, (wie kurz berichtet) durch Studien belegt. Was kognitive Fähigkeiten, psychopathologische Begleitsymptome sowie die Lebensqualität der betreuenden Angehörigen betrifft, gibt es zumindest Hinweise auf einen Nutzen.

Das Unternehmen Dr. Willmar Schwabe Arzneimittel weist auf das Fazit hin, das das IQWiG nach der Bewertung der Studienlage zu dem Extrakt EGb 761® (Tebonin®) bei der Indikation Alzheimer-Demenz gezogen hat. "Für das Therapieziel "Aktivitäten des täglichen Lebens" gibt es einen Beleg für einen Nutzen bei Verwendung einer hohen Dosis von 240 mg täglich.

Für die Therapieziele "kognitive Fähigkeiten" und "allgemeine psychopathologische Symptome sowie für das Therapieziel "Lebensqualität der (betreuenden) Angehörigen" gibt es bei einer Dosis von 240 mg täglich einen Hinweis auf einen Nutzen. Bezüglich schwerwiegender unerwünschter Ereignisse und unerwünschter Ereignisse generell zeigte sich kein Hinweis auf einen Schaden durch Ginkgo biloba."

Topics
Schlagworte
Demenz (1875)
Neurologie/Psychiatrie (9588)
Organisationen
IQWiG (1147)
Krankheiten
Demenz (3024)
Wirkstoffe
Ginkgo (144)
Personen
Willmar Schwabe (86)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Personal-Notstand auf deutschen Intensivstationen

Auf deutschen Intensivstationen fehlen mehr als 3000 Spezialpflegekräfte. Die Krankenhäuser wollen reagieren. Das Personal denkt über einen Großstreik nach. mehr »

HIV-Impfung generiert Immunantwort

Eine Impfung gegen HIV ist in frühen klinischen Studien. Erste Ergebnisse sind positiv. mehr »

Warum die Putzhilfe glücklich macht

Putzen, Wäsche waschen, Kochen: Viele Menschen empfinden all das als nervige Pflichten. Wer Geld hat, kann andere für sich arbeiten lassen - und fühlt sich dann zufriedener. Das haben Forscher herausgefunden. mehr »