Ärzte Zeitung online, 09.06.2009

Forscher warnt: Ärzte gefährden mit Arznei Demenzkranke

BERLIN(dpa). Ärzte verschreiben Demenzkranken laut einer Studie zu viele Beruhigungsmittel und gefährden so die Gesundheit vieler ihrer Patienten. "Die Neuroleptika-Verordnungen müssen drastisch gesenkt werden, sie bedeuten eine erhebliche Gefährdung für Demenzpatienten", forderte der Bremer Gesundheitsexperte Gerd Glaeske anlässlich des neuen Arzneimittel-Reports der Krankenkasse GEK am Dienstag in Berlin.

Beinahe jeder dritte untersuchte Versicherte mit Demenz bekam 2008 ein solches Beruhigungsmittel verordnet, obwohl das erhöhte Sterblichkeitsrisiko dadurch bekannt sei.

Insgesamt seien die Ausgaben für Arzneimittel 2008 um neun Prozent pro Versichertem gestiegen. Überproportionale Steigerungen habe es bei Spezialpräparaten gegen Multiple Sklerose und Krebs gegeben.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Hohes Sterberisiko bei Ausbruch in der Adoleszenz

Wenn sich Typ-1-Diabetes in einem besonders vulnerablen Alter manifestiert, brauchen Betroffene viel Aufmerksamkeit. Sie haben ein hohes Risiko, an Komplikationen zu sterben. mehr »

100 Prozent Zustimmung

Die KBV-Vertreterversammlung präsentiert sich in neuer Einigkeit und richtet die Speere – wieder – nach außen. Klare Kante gegenüber dem Gesetzgeber und den Krankenhäusern. "Wir sind auf Kurs", meldete KBV-Chef Gassen. mehr »

Herz-Kreislauf-Risiko von Anfang an im Blick behalten!

Bei RA-Patienten sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen die wichtigste Todesursache. Die aktuellen Therapiealgorithmen zielen nicht zuletzt darauf ab, die Steroidexposition zu begrenzen. mehr »