Ärzte Zeitung online, 28.07.2009

Alzheimer-Postkartenaktion verärgert Holländer

AMSTERDAM(dpa). Mit einer vermeintlich humorvollen Aktion hat sich die niederländische Stiftung für Alzheimer-Forschung (ISAO) Ärger eingehandelt. Sie verschickte Zehntausende von Postkarten, auf denen "Arno und Dinie" nicht nur herzlich grüßen, sondern auch daran erinnern, dass sie nach dem Urlaub ihren bei den Adressaten zurückgelassenen Kater Nelson abholen würden.

Die handschriftlichen Grüße wirkten echt, zumal sie namentlich an die jeweiligen Empfänger adressiert waren, berichtete die Zeitung "Trouw" am Dienstag. Lediglich die deutschsprachige Aufschrift auf der Vorderseite der Karte mit einem bunten Ballon und Kühen auf einer Alpenwiese deutete auf einen Scherz hin: "Grüße aus Heimalzer".

Einige Tage danach kam per Brief die Aufklärung: "Mit der Verwunderung, die durch die Karte bei Ihnen ausgelöst wurde, haben Sie erlebt, was Alzheimer-Patienten jeden Tag erfahren", schrieb Stiftungschef Ronald de Kloet - verbunden mit der Bitte um Geld.

Da hatten bereits etliche Kartenempfänger die Polizei gerufen. Manche befürchteten, Opfer von Trickbetrügern zu werden, die sich tatsächlich wegen einer angeblich zurückgelassenen Katze melden würden. Unter ihnen war eine 84-jährige Frau, von deren Bankkonto Ganoven erst kürzlich Geld abgehoben hatten. "Es gab Verwirrungen und verdrießliche Reaktionen", sagte ISAO-Sprecherin Nicoline Wisse Smit. "Das war natürlich nicht unsere Absicht."

[29.07.2009, 16:35:17]
Annette Mende 
Niederländische Alzheimer-Stiftung ist unschuldig
Per Mail erreichte uns folgender Leserkommentar von Frau Karin van Abshoven:
"Es handelt sich hier nicht um die Niederländische Alzheimer Stiftung wie Sie berichten, sondern um Alzheimer International, also die Amerikanische Alzheimer Stiftung und dessen Mitarbeiter in Die Niederländen. Diese Alzheimer Int. war schon öfters - negativ - in die Presse, z.B. Anfang 90-Jahren über fehlende Buchhaltung. Die Niederländische Alzheimer Stiftung hat also mit diesem Bericht nichts zu tun, bekommt hiermit aber leider auch eine negative Presse. zum Beitrag »

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