Ärzte Zeitung online, 08.09.2009

Zwei neue Alzheimer-Gene identifiziert

ERLANGEN-NÜRNBERG (eb). Ein weltweiter Forscherverbund hat zwei weiter Gene identifiziert, die eine Schlüsselrolle bei der sporadischen Form der Alzheimer-Demenz spielen. An der Entdeckung waren auch Forscher der Universität Erlangen-Nürnberg beteiligt.

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Zum Vergleich: Gehirn bei einem Gesunden (oben) und Hirnatrophie bei Demenz. Foto.: Psychiatrische Klinik

Erbfaktoren spielen bei der Entstehung der häufigsten Demenzform, der Alzheimer-Demenz, eine wichtige Rolle. Für die sporadische Form der Alzheimer-Demenz konnte bislang nur das ApoE-Gen als am Krankheitsgeschehen beteiligter Erbfaktor identifiziert werden.

Ein weltweit angelegter Forschungsverbund konnte nun mit einer Genom-weiten Assoziationsstudie zwei weitere Gene identifizieren, das Clu- und das PICALM-Gen (Nature Genetics online vorab). Diese beiden Gene sind wichtig für die Funktion von Nervenzellen und sind am Stoffwechsel derjenigen Eiweiße beteiligt, die im Gehirn von Patienten mit Alzheimer-Demenz verstärkt abgelagert werden. Die beiden Gene beeinflussen den Stoffwechsel der Eiweißsubstanzen im Gehirn von Alzheimer-Patienten ungünstig.

Professor Johannes Kornhuber und sein Team von der Erlanger Psychiatrischen Universitätsklinik war zusammen mit dem Deutschen Kompetenznetz Demenzen an diesem Erfolg beteiligt. Die Entdeckung der beiden Gene erlaubt ein vertieftes Verständnis der Ursachen der Alzheimer-Krankheit und wird eventuell auch beitragen, die Diagnostik und Therapie der Alzheimer-Demenz zu verbessern.

Abstract der Studie "Genome-wide association study identifies variants at CLU and PICALM associated with Alzheimer's disease"

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