Ärzte Zeitung online, 08.10.2009

Chinesischer Nobelpreisträger Kao hat Alzheimer

PEKING (dpa). Der diesjährige Physik-Nobelpreisträger Charles Kao leidet an einer leichten Alzheimer-Demenz. Das berichtete die chinesische Nachrichtenagentur "China News" am Mittwoch. Der 76-jährige Chinese werde einen Teil seiner Prämie in ein Altersheim in Hongkong und ein Alzheimerforschungsinstitut in den USA investieren und mit seiner Frau im Dezember nach Stockholm für die Preiszeremonie fahren, zitiert "China News" die Ehefrau des Physikers.

Huang Meiyun sagte in einem Interview mit "China News" in Los Angeles, seit 2004 leide ihr Mann schon leicht an dieser Krankheit, und sein Vater habe auch diese Krankheit gehabt. Kao treibe regelmäßig Sport und führe ein geregeltes Leben, deshalb habe er nur leichte Symptome. Kao freue sich sehr über den Nobelpreis.

Gemeinsam mit Kao erhalten zwei amerikanische Wissenschaftler den diesjährigen Physik-Nobelpreis. Die höchste Auszeichnung für Physiker ist mit umgerechnet knapp einer Million Euro (10 Millionen Schwedischen Kronen) dotiert. Kao erhält eine Hälfte des Preises für die schnelle Datenübertragung in Glasfasernetzen.

Die Alzheimer-Krankheit ist die häufigste Form der Demenz, bei der unter anderem das Kurzzeitgedächtnis kontinuierlich nachlässt. Alzheimer ist nicht heilbar, der Fortschritt der Erkrankung lässt sich aber mit Medikamenten und durch gute Betreuung verzögern.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Gefahr im Vekehr oder alles im grünen Bereich?

Patienten, die Cannabispräparate in Dauermedikation haben, dürfen am Straßenverkehr teilnehmen. Eine wissenschaftliche Debatte über ein erhöhtes Verkehrssicherheitsrisiko wurde noch nicht geführt. mehr »

Frau hat keinen Anspruch auf Schmerzensgeld

Hat eine Frau Anspruch auf Schmerzensgeld, wenn ein Arztfehler zu Impotenz des Mannes führt? Das OLG Hamm verneint – und gibt eine Begründung. mehr »

Tausende Pfleger ergreifen die Flucht

Großbritannien gehen die Pflegekräfte aus: Zu groß ist die Unzufriedenheit mit dem System. Sie zeigt sich zunehmend auch bei Patienten. mehr »