Ärzte Zeitung online, 23.02.2011

Mehrsprachigkeit hält das Hirn im Alter fit

Wer früh mehrere Sprachen lernt und lebenslang anwendet, der beugt offenbar dem geistigen Abbau im Alter vor: Denn je mehr Sprachen jemand beherrscht, um so seltener sind Gedächtnisprobleme im Alter.

Sprachen halten das Hirn im Alter fit

Mit dem Wörterbuch gegen Demenz: Wer viele Sprache lernt, hat im Alter offenbar seltener Gedächtnisprobleme.

© Daniel Ernst / fotolia.com

LUXEMBURG (mut). Praktisch jede Form von geistiger Aktivität hilft nach Studiendaten, Gedächtnisprobleme im Alter zu vermindern und auch eine Demenz hinauszuzögern.

Besonders hilfreich ist dabei offenbar, mehrere Sprachen zu sprechen. Darauf deutet das Ergebnis einer Untersuchung aus Luxemburg, wo die Menschen üblicherweise zwei oder mehr Sprachen beherrschen.

Für die Studie hat ein Team um Dr. Magali Perquin 230 Luxemburger im Durschnittsalter von 73 Jahren untersucht. Alle sprachen mindestens zwei und bis zu sieben verschiedene Sprachen. 44 der Teilnehmer klagten über Gedächtnisprobleme.

Insgesamt waren Gedächtnisprobleme bei Teilnehmern mit drei Sprachen dreimal seltener als bei solchen mit zwei, bei Teilnehmern mit mehr als vier Sprachen sogar fünfmal seltener.

Die Daten der Studie sollen nun auf dem Kongress der AAN Anfang April vorgestellt werden, heißt es in einer Mitteilung der American Academy of Neurology (AAN).

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