Ärzte Zeitung, 04.04.2011

Demenz: Lipidfragment lässt Neuronen sterben

BONN (eb). Das körpereigene Lipidmolekül Sphingosin-1-Phosphat hat fatale Auswirkungen, wenn es sich in Nervenzellen anhäuft. Wie Forscher der Uni Bonn berichten, löst die Substanz ein Selbstmordprogramm aus, und die Zellen sterben ab (Cell Death and Differentiation, online 18. Februar).

Das Fragment entsteht beim Abbau von Zellmembranen, wird aber normalerweise sofort weiter zerlegt. Kommt es zu einer Entgleisung im Stoffwechsel und häufen sich dadurch größere Mengen des Lipidfragments in Nervenzellen an, sterben die Zellen ab. Die Erkenntnisse könnten die Alzheimer-Forschung voranbringen.

Topics
Schlagworte
Demenz (1838)
Neurologie/Psychiatrie (9341)
Organisationen
Uni Bonn (475)
Krankheiten
Demenz (2940)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So schädlich fürs Herz wie Cholesterin

Depressionen steigern bei Männern das Risiko fürs Herz ähnlich stark wie hohe Cholesterinwerte oder Fettleibigkeit. Das ergab eine aktuelle Analyse der KORA-Studie. mehr »

Den Berg im eigenen Tempo erklimmen

Medizinstudentin Solveig Mosthaf fühlt sich im Studium manchmal, als würde sie einen steilen Berg hinauf kraxeln. Sie wünscht sich mehr Planungsfreiheit – und die Möglichkeit, eigene Wege zu gehen. mehr »

Positive HPV-Serologie bringt bessere Prognose

Bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumor ist eine positive HPV-16-Serologie mit einem verbesserten Überleben assoziiert. Das bestätigt jetzt eine US-Studie. Demnach liegt die Wahrscheinlichkeit für ein Fünf-Jahres-Überleben sogar 67 Prozent höher. mehr »